Mark Zuckerberg provides information on social media gerricht. politics

TTS-Player überspringenArtikel Weiterresen

Los Angeles (USA) – [–>Auf Tech-Titan Mark Zuckerberg (41) prasselten am Mittwoch bohrende Fragen ein. Der Chef von Meta (Facebook, Instagram) war Kronzeuge in einem möglicherweise wegweisenden Zivilprozess über die Gefahren des „Social-Media“-Gebrauchs – besonders für Kinder. Im Zentrum der Klage in Los Angeles steht eine 20-jährige Kalifornierin namens „Kayley“: Sie behauptet, Zuckerbergs Netzwerke hätten sie süchtig gemacht!

High Noon beim Gericht in Downtown L.A.

Der Prozess könnte ein Justizknall für die gesamte Tech-Branche werden! Er platzt mitten in eine weltweite Debatte: Sind Social-Media-Dienste nichts anderes als „digitale Casinos“ zur Profitmaximierung, die eine mentale Gesundheitskrise bei Teenagern ausgelöst haben – mit einem vom Algorithmus gesteuerten Bombardement gezielter „Push“-Nachrichten? Klägerin „Kayley“, die schon mit sechs YouTube guckte, war als Teenager 16 Stunden online – sie litt unter Ängsten, Depressionen und Selbstmordgedanken.

Macht Social-Media süchtig?: 20-Jährige bringt Zuckerberg vor Gericht

Quelle: ASSOCIATED PRESS

Klägerin guckte schon mit sechs YouTube

Zuckerberg verteidigte sich vor den Geschworenen: Sollten Menschen viel Zeit mit „nützlichen Diensten“ verbringen, sei das eine „ganz normale Geschäftsdynamik“. Er wurde mit internen Memos konfrontiert: In einem wollte man „das digitale Verhalten von 8- bis 12-Jährigen erforschen“. Als Zuckerberg auf Altersgrenzen bei der Kontoerstellung verwies, schoss der Anwalt der Kläger, Mark Lainer, zurück: „Glauben Sie, ein 9-Jähriger liest Geschäftsbedingungen?“

Foto: Bloomberg via Getty Images

Folgt Klageflut wie einst gegen Big Tobacco?

Was den spektakulären Gerichtstag für den Meta-Boss noch dramatischer machte: Aus den ganzen USA waren Eltern von jungen „Social-Media“-Opfern angereist, einige davon hatten sich das Leben genommen. Sie wollten dem Meta-Chef in die Augen sehen.

Amy Neville hält vor dem Los Angeles Superior Court ein Foto ihres Sohnes Alexander, der mit 14 Jahren an Fentanyl starb, das er über soziale Medien erworben hatte

Foto: JILL CONNELLY/Getty Images via AFP

Mit Zuckerberg zittert jetzt das ganze „Silicon Valley”! Der Tech-Branche könnte ein ähnliches Schicksal drohen wie einst der Tabakindustrie, die von ruinösen Sammelklagen von Rauchopfern erschüttert wurde. Das „Instagram”-Verfahren in L.A. gilt deshalb als markanter Testfall: Ein Sieg der Klägerin könnte die Schleusen für rund 1600 ähnliche Klagen öffnen. Die Tech-Welt beobachte gespannt, so Finanzanalyst Dan Ives zu BILD, „welche Auswirkungen dies auf die Kindersicherheitsfunktionen in sozialen Medien haben wird“.

Latest Update