Nächste Niederlage! Werder Bremen verliert das Bundesliga-Spiel beim FC St. Pauli mit 1:2 (0:0) und rutscht auf einen direkten Abstiegsplatz. Der DeichStube-Spielbericht.
Hamburg – Die sportliche Talfahrt geht weiter: Der SV Werder Bremen hat am frühen Sonntagabend mit 1:2 (0:0) beim FC St. Pauli verloren und damit eine äußerst empfindliche Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt kassiert. Den Führungstreffer der Hausherren durch Hauke Wahl (55.), bei dem Werder-Torwart Mio Backhaus böse patzte, konnte Joker Jovan Milosevic zunächst unmittelbar nach seiner Einwechslung ausgleichen (62.). Nur acht Minuten später sorgte Joel Fujita jedoch für den umjubelten Siegtreffer der Gastgeber. Werder wartet damit nicht nur im 13. Versuch in Folge auf einen Sieg in der Bundesliga, sondern rutscht auch erstmals seit dem ersten Spieltag auf Rang 17 – einen direkten Abstiegsplatz. Zudem ist es die dritte Niederlage im dritten Pflichtspiel unter Neu-Cheftrainer Daniel Thioune.
Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Felix Agu vor Anpfiff verletzt – harmlose erste Hälfte
Bereits vor dem Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft für den Bremer Coach. Während Thioune bei „DAZN“ noch live im Interview Rede und Antwort stand, verließ Felix Agu im Hintergrund angeschlagen mit Leistenproblemen das Feld. Der Übungsleiter des SV Werder Bremen beendete daraufhin das Gespräch und entschied sich kurzfristig dafür, Isaac Schmidt gegen den FC St. Pauli in die Startelf zu beordern. Zuvor hatte sich der 51-Jährige eigentlich nur einen Wechsel im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München vorgenommen. Für den verletzten Karim Coulibaly begann Samuel Mbangula, Senne Lynen rückte von seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld auf die rechte Seite der defensiven Dreierkette.
Die Brisanz der Partie war beiden Mannschaften vom Start weg anzumerken. Die Anfangsphase war bei nasskalten Temperaturen im ausverkauften Hamburger Millerntorstadion (30.000 Zuschauer) geprägt von intensiven Zweikämpfen und vielen Unzulänglichkeiten im Passspiel auf beiden Seiten. Werder Bremen hatte zwar deutlich mehr Spielanteile, doch erneut wurde deutlich, dass es den Bremern im letzten Drittel an Genauigkeit, Konsequenz und Entschlossenheit fehlt. Mehrere vielversprechende Situationen wurden im letzten Moment aufgrund ungenauer Zuspiele oder falscher Entscheidungen zunichtegemacht. Da auch die Gastgeber kaum offensive Akzente setzten, blieben gefährliche Abschlüsse vor der Pause Mangelware. Nur einmal wurde es wirklich gefährlich – und das nach einem Standard. Cameron Puertas schlug den Ball aus dem linken Halbfeld scharf auf den ersten Pfosten. Dort verpasste Stark die Kugel haarscharf, St. Paulis Keeper Vasilj konnte das Leder nur nach vorne abklatschen lassen. Jens Stage traf den Ball freistehend aus wenigen Metern aber nicht richtig, sodass er am Pfosten vorbeitrudelte (32.). Eine bezeichnende Szene für die Bremer Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor – nicht nur in dieser Partie, sondern auch in den vergangenen Wochen. Werder blieb damit zum sechsten Mal in Folge in einer ersten Halbzeit ohne eigenes Tor. Da das Team von Thioune zumindest defensiv sehr ordentlich verteidigte und kaum etwas zuließ, ging es gegen den FC St. Pauli torlos in die Pause.
Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Mio Backhaus patzt – Jovan Milosevic-Tor reicht nicht für einen Punkt
Trotz der bis dahin harmlosen Offensive verzichtete Thioune zu Beginn des zweiten Durchgangs auf Wechsel. Die Partie nahm jedoch auch ohne personelle Änderungen deutlich an Fahrt auf. Kurz nach Wiederanpfiff verzeichnete Werder Bremen den ersten nennenswerten Torabschluss: Nach einer starken Balleroberung von Puertas landete der Ball über Schmid bei Mbangula. Der Belgier zog vom linken Strafraumeck ab, Vasilj konnte die Kugel jedoch wegfausten (50.). Nur fünf Minuten später folgte der große Schock: Nach einer Flanke von der linken Seite gewann Hauke Wahl das Kopfballduell gegen Niklas Stark. Der eigentlich ungefährliche Abschluss rutschte Mio Backhaus unter den Fingern hindurch ins Netz (55.) – ein folgenschwerer Patzer des jungen Bremer Schlussmanns. Thioune reagierte umgehend und brachte mit Jovan Milosevic und Leonardo Bittencourt frische Kräfte. Milosevic erzielte keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich gegen den FC St. Pauli. Mbangula setzte sich im Eins-gegen-eins auf der linken Außenbahn entscheidend durch, seine Flanke fand Milosevic über Umwege in der Mitte, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (62.). Es war der zweite Saisontreffer des Serben – und das erste Tor Werders unter Daniel Thioune.
In der Folge wurde die Partie zunehmend wilder, beide Teams pressten höher und gingen mehr Risiko. Genau das wurde Werder Bremen zwanzig Minuten vor Schluss zum Verhängnis. Auf der linken Seite klaffte ein zu großes Loch zwischen Friedl und Mbangula, sodass Saliakas viel Platz hatte. Der Grieche behielt die Übersicht und bediente im Strafraum Joel Fujita, der aus zehn Metern ins lange Eck einschob (70.). Die Verunsicherung war den Gästen danach deutlich anzumerken. Die Partie wurde hitziger, doch klare Torgelegenheiten erspielten sich die Bremer kaum noch. So brachte der FC St. Pauli den Sieg mit großem Kampf über die Zeit, überholt damit das Team von Daniel Thioune in der Tabelle und klettert auf den Relegationsplatz. Werders Krise verschärft sich durch den Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz noch mehr. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) kommt es jetzt für die Bremer zu einem womöglich vorentscheidenden Spiel im Abstiegskampf: Dann empfängt Werder den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim. (bvo)
SV Werder Bremen: Backhaus – Stark, Friedl, Lynen – Njinmah, Puertas (79. Topp), Stage, Schmidt (60. Bittencourt) – Mbangula, Schmid – Grüll (60. Milosevic)
Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den FC St. Pauli: Alle Tore, News & Highlights vom Abstiegskampf-Kracher der Bundesliga live im Live-Ticker. Endstand: 2:1 für St. Pauli
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90.+7: Schluss! Werder verliert beim FC St. Pauli mit 1:2. Damit rutschen die Bremer hinter die Kiezkicker auf den direkten Abstiegsplatz 17 und sind nun seit 13 Spielen sieglos. Die anstehenden Duelle gegen die direkten Konkurrenten Heidenheim und Co. werden damit umso wichtiger! Ich bedanke mich fürs Mitlesen und wünsche trotz allem noch einen schönen Abend! In Kürze folgt hier der Spielbericht sowie zeitnah in der DeichStube alles Weitere zum Spiel!
990.+6: Die letzten Sekunden laufen…
90.+5: Topp versucht es im Strafraum mit einem artistischen Volley, doch der Ball fliegt deutlich drüber!
90.+3: Stage verlängert einen langen Ball, allerdings ins Seitenaus. Einwurf für die Gastgeber!
90.+2: Werder wirft alles nach vorne, doch die Bremer kommen einfach nicht durch!
90. Min: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit
89. Min: Sinani ist plötzlich links im Strafraum völlig frei, scheitert mit seinem unplatzierten Schuss aber an Backhaus
88. Min: Stark sieht die Gelbe Karte, weil er sich über eine Einwurf-Entscheidung vehement beschwert. Allerdings hätte es in der Tat wohl Einwurf für Werder geben müssen.
87. Min: Wechsel bei St. Pauli: Torschütze Fujita geht runter, Rasmussen ist neu dabei.
84. Min: Immer wieder bleiben die Bremer hängen, jetzt landet ein Stage-Zuspiel in Richtung Njinmah im Seitenaus.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Wilde Schlussphase! Kommt Werder erneut zurück?
83. Min: Werder kommt hier gar nicht mehr nach vorne, St. Pauli wirft sich überall dazwischen und schafft es sogar, den Ball in der Bremer Hälfte zu halten. Jetzt gibt es Freistoß für St. Pauli auf der linken Seite, doch Backhaus ist zur Stelle.
80. Min: Auch St. Pauli wechselt: Unter Applaus verlässt Irvine den Platz, Sands ersetzt ihn.
79. Min: Wir läuten die Schlussphase ein! Kommt Werder hier nochmal zurück? Nach aktuellem Stand wären die Bremer nur noch Tabellen-17.! Werder wechselt erneut: Puertas hat Feierabend, Thioune wechselt offensiv und bringt mit Topp einen weiteren Mittelstürmer.
77. Min: Der Freistoß bringt nichts ein, aber auch Werders Konter verpufft frühzeitig.
75. Min: Werder kommt drei Mal zu spät in den Zweikampf, ehe Friedl dazwischenhackt und Irvine rüde zu Fall bringt. Die Hamburger beschweren sich – und Saliakas so vehement, dass er die Gelbe Karte sieht. Auch Friedl kommt mit der Gelben Karte davon, eine gerade noch vertretbare Entscheidung.
74. Min: Werder rennt jetzt wieder an, doch St. Pauli steht gut und sicher. Auch die nächste Bremer Ecke bleibt derweil harmlos..
70. Min: Tor für St. Pauli! Fujita sorgt für die erneute Führung – 2:1! Was machen die Bremer da? St. Pauli kommt über die rechte Seite und spielt Fujita halbrechts im Strafraum frei. Der fackelt nicht lange und lässt Backhaus mit seinem Flachschuss ins lange Eck keine Chance. Da haben die Bremer aber auch gepennt. Zwischen Friedl und Mbangula klaffte eine viel zu große Lücke, Puertas kam dann gegen Fujita zu spät.
68. Min: Mbangula bittet im gegnerischen Strafraum zum Tänzchen und lässt den ersten Gegenspieler aussteigen, am zweiten bleibt er dann aber hängen. St. Pauli will kontern, wird aber zurückgepfiffen, weil sich Stark und Sinani im Mittelkreis verhakt haben. Storks entscheidet auf Offensivfoul.
67. Min: Sinani bringt den Freistoß in die Gefahrenzone, doch Werder kann klären. Am Ende gibt es Abstoß vom Bremer Tor. Nach dem Doppelwechsel ordnet sich Samuel Mbangula übrigens als rechter Schienenspieler ein, Bittencourt geht auf die Achterposition, Milosevic natürlich vorne drin.
66. Min: Freistoß für St. Pauli aus dem rechten Halbfeld. Es ist nun ein wildes Spiel und wir dürfen uns auf eine spannende letzte 25 Minuten plus X freuen!
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Toooor! Joker Milosevic mit Blitz-Ausgleich
62. Min: Tooooooor für Werder! Milosevic gleicht aus! Was für ein Tohuwabohu! Mbangula flankt den Ball in den Strafraum, wo Milosevic den Ball erst nicht richtig trifft. Weil aber auch die Gastgeber die Situation nicht bereinigt bekommen, stochert der kurz zuvor eingewechselte Angreifer mehrach nach und dann irgendwie den Ball zum 1:1 ins Tor! So wichtig!
60. Min: Das Spiel wird jetzt wilder. Werder muss mehr tun und St. Pauli ist angespornt durch das Tor und die lautstarken Fans sehr giftig. Werder wechselt: Bittencourt und Milosevic ersetzen Schmidt und Grüll.
58. Min: Bei Werder bahnt sich ein Doppelwechsel an. Bittencourt und Milosevic stehen bereit.
55. Min: Tor für St. Pauli, Backhaus patzt! Unfassbar! Den Freistoß klärt Werder erst, doch der zweite Ball landet auf dem Kopf von Wahl, der das Leder aufs Tor köpft. Eigentlich ist der Abschluss harmlos, doch Backhaus flutscht der Ball durch die Hände – 1:0 für St. Pauli. Jetzt wird es ganz schwierig!
54. Min: Lynen unterbindet einen aussichtsreichen Konter mit einem Foulspiel und sieht zurecht die Gelbe Karte.
53. Min: St. Pauli wechselt: Kaars hat Feierabend, Pereira Lage ist neu dabei.
52. Min: Ecke für Werder, die Schmid kurz auf Puertas ablegt. Dessen Hereingabe wird von Leuchtturm Wahl rausgeköpft.
50. Min: Mbangula! Der Angreifer schlenzt den Ball von halblinks im Strafraum in Richtung des langen Ecks, doch Vasilj pariert. Dennoch: der erste Abschluss nach dem Seitenwechsel. Auf den Weg gebracht hatte den Puertas, der nach schlampigem Zuspiel von Lynen den Ball erst nicht behaupten konnte, ihn dann aber stark zurückgewann.
48. Min: Die Gastgeber geben hier jetzt mehr den Ton an, Werder versucht es nach Ballgewinnen mit schnellen Pässen in die Spitze. Diese Zuspiele sind für den in der Luft hängenden Grüll aber ziemlich undankbar.
47. Min: Es ist erneut ein verhaltener Beginn – zumindest auf dem Platz. Beide Fanlager sind erneut lautstark vertreten.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Weiter geht‘s! Keine Wechsel beim SVW
46. Min: Anpfiff! Die zweite Halbzeit läuft, Werder startet unverändert in den zweiten Durchgang, auch St. Pauli hat nicht gewechselt.
18.31 Uhr: Die Mannschaften kommen zurück auf den Rasen, gleich geht‘s weiter!
18.24 Uhr: Übrigens: Weil Borussia Mönchengladbach vorhin beim SC Freiburg mit 1:2 verlor, tritt auch ein weiterer Bremer Konkurrent im Abstiegskampf auf der Stelle. Bei einem Sieg hier am Millerntor würde Werder nach Punkten mit den Fohlen gleichziehen.
18.21 Uhr: Wer hier heute also ein typisches 0:0-Spiel vorausgesagt hat, dürfte sich bestätigt fühlen.
18.16 Uhr: Halbzeit! Werder ist hier das dominantere Team und hat mehr vom Spiel. Zwingend werden die Grün-Weißen aber so gut wie gar nicht. St. Pauli steht dagegen überwiegend tief und macht es den Bremern damit schwer. Wenn die Kiezkicker mal höher anlaufen, bekommt Werder aber durchaus Probleme. Top-Chancen bleiben dennoch auf beiden Seiten Mangelware. Die beste Gelegenheit hatte noch Jens Stage nach einem Puertas-Freistoß, doch der Däne traf den Ball nicht voll und verzog so deutlich (32.). Gleich geht‘s weiter!
45.+1: Es gibt eine Minute Nachspielzeit.
45. Min: Jetzt kann sich Werder mal befreien: Schmid trägt den Ball durchs Mittelfeld und schickt Schmidt Richtung Grundlinie, der mit dem zweiten Flankenversuch Njinmah findet. Doch der hat zu wenig Spannung im Körper und trifft den – zugegebenermaßen schwierigen – Ball überhaupt nicht sauber.
44. Min: Werder versucht es im Spielaufbau immer und immer wieder spielerisch, hat damit aber zunehmend Probleme und spielt riskante Bälle. Bisher weiß St. Pauli das noch nicht zu bestrafen.
42. Min: St. Pauli stellt die Bremer nochmal hoch zu, womit die Grün-Weißen Probleme haben. Nach riskanten Querpässen am eigenen Sechzehner holt Lynen schließlich einen Einwurf raus – und die Situation beruhigt sich.
40. Min: Nach Foul von Puertas gibt es Freistoß für St. Pauli, allerdings nur zehn Meter hinter der Mittellinie in der Bremer Hälfte. Smith bringt den Ball in den Strafraum, wo Stage per Kopf klärt. Werder will kontern, aber durch ein Foul an Schmid gestoppt.
38. Min: Wir biegen in die Schlussphase der ersten Halbzeit ein. Werder drückt nochmal, spielt es im Angriffsdrittel aber wiederholt viel zu unsauber. So entsteht keine Gefahr.
36. Min: Saliakas wird auf der rechten Seite freigespielt und bringt den Ball in den Strafraum, wo es die Hamburger trotz aussichtsreicher Position zu kompliziert spielen. Ist rückblickend aber auch egal: Saliakas hatte wohl im Abseits gestanden.
33. Min: Njinmah erläuft auf der rechten Seite das nächste steile Zuspiel und legt für Lynen ab, dessen Flanke allerdings in den Armen von Vasilj landet. Den Ball muss er besser reinbringen.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Jens Stage verpasst SVW-Führung
32. Min: Die Chance für Werder! Freistoß von der linken Seite: Puertas zieht den Ball in den Strafraum, wo erst Stark den Ball verpasst, ehe Stage ihn aus kurzer Distanz nicht richtig erwischt. Trifft der auffällige Däne den Ball besser, klingelt‘s. Schade!
31. Min: Mbangula steht wieder und nach kurzer Unterbrechung kann es weitergehen.
30. Min: Mbangula wird im Mittelfeld übel von den Beinen geholt und bleibt zunächst mit Schmerzen liegen. Übeltäter Kaars sieht Gelb!
29. Min: Wieder bedient Stage auf der rechten Seite Njinmah, der die Flanke flach ins Zentrum zieht. Die Hereingabe gerät dann allerdings etwas zu dicht vors Tor. Vasilj packt zu.
26. Min: Die Hamburger stören die Bremer am eigenen Strafraum im Spielaufbau, doch Werder kann sich befreien! Stage spielt einen klugen Steilpass auf Njinmah, der dann aber viel zu überhastet abschließt – drüber!
25. Min: Njinmah erobert am eigenen Strafraum den Ball und kommt dann zu Fall. Für Storks reicht das aber nicht, die Folge: Ecke für St. Pauli statt Freistoß für Werder. Doch die Bremer können klären!
23. Min: Jetzt aber! Grüll tankt sich durchs Mittelfeld und zieht dann aus 18 Metern ab. Der abgeblockte Schuss landet über Stage bei Schmid, der es halblinks im Strafraum ebenfalls versucht – doch auch der Schuss des Österreichers wird geblockt. Wir warten weiterhin auf die erste Top-Chance, das war aber immerhin mal wieder ein Ansatz!
21. Min: Mbangula unterläuft ein haarsträubender Fehlpass kurz vorm eigenen Strafraum, doch die Hinterleute bügeln den Fehler des Angreifers aus.
19. Min: Durcheinander im St.-Pauli-Strafraum! Njinmah dringt in den Sechzehner ein, wo der Ball nach einer Pingpong-Aktion plötzlich frei liegt. Der Bremer Angreifer legt auf Mbangula ab, doch ehe der damit etwas anzufangen weiß, pfeift der Schiedsrichter die Situation wegen eines Foulspiels von Njinmah ab.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Werder hat mehr vom Spiel – aber keine Chancen
18. Min: Es bleibt insgesamt dabei: Das Spiel findet vor allem zwischen den Strafräumen statt, weil St. Pauli den Fokus auf eine sichere Defensive legt und Werder dagegen trotz Überlegenheit bisher nichts einfällt.
17. Min: St. Pauli läuft die Bremer jetzt mal höher an, woraus sich Werder nur mit Mühe befreien kann. Dann aber schickt Schmid Mbangula mit einem gut durchdachten Zuspiel in die Tiefe. Weil der Ball aber doch viel zu steil gerät und St.-Pauli-Keeper Vasilj aufmerksam ist, entsteht auch daraus keine Torchance.
14. Min: Werder spielt übrigens mit Trauerflor. Gut möglich, dass das dem kürzlich verstorbenen Sepp Piontek gewidmet ist.
11. Min: Jetzt wird auf der anderen Seite Stages Volley-Abnahme am gegnerischen Strafraum geblockt.
10. Min: Die erste Torchance gehört St. Pauli! Pyrka wird auf der linken Seite zu einfach freigespielt und schickt dann Kaars auf die Reise. Der zieht halblinks im Strafraum ab, scheitert mit seinem zu unplatzierten Schuss aber an Backhaus.
9. Min: Werder ist hier um einen kontrollierten Aufbau bemüht und lässt die Kugel durch die eigenen Reihen zirkulieren. Zielstrebig ins Angriffsdrittel kommen die Bremer gegen tiefstehende Hamburger bisher aber nicht.
7. Min: Schmidt geht direkt mal rustikal gegen Ando zu Werke und sieht dafür früh die Gelbe Karte! Der anschließende Freistoß vom rechten Flügel bringt nichts ein – Abseits!
6. Min: Erstmals die Gastgeber mit einem Vorstoß: Fujita bricht über rechts durch und bringt den Ball ins Zentrum, wo Stark für Werder klärt.
5. Min: Der erste Versuch von Puertas wird geklärt, aber der Mittelfeldspieler darf nochmal ran. Doch wieder kann St. Pauli klären.
4. Min: Erste Ecke für Werder: Stage schlägt einen guten Ball auf den linken Flügel, wo Schmidts Flanke ins Toraus geblockt wird.
2. Min: Erster Eindruck: Werder baut aus einer Dreierkette mit (von rechts) Lynen, Stark und Friedl auf. Ansonsten formieren sich die Bremer so wie erwartet: Njinmajh und der für Agu kurzfristig in die Startformation gerückte Schmidt bekleiden die Schienenpositionen.
1. Min: Fast die ganze dicke Chance für Werder! Grüll wird auf die Reise geschickt und startet in Richtung Strafraum, wird kurz vor diesem aber fair gestoppt und vom Ball getrennt.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Kurzfristig ohne Felix Agu – das Spiel läuft
1. Min: Anpfiff! Werder stößt an, das Spiel läuft!
17.26 Uhr: Da kommen die Mannschaften! Die ohnehin schon lautstarken Kurven legen akustisch nochmal einen Zahn zu. Schon jetzt eine tolle Stimmung hier im Flutlichtspiel! Schauen wir mal, ob die 22 Herren auf dem Platz da mithalten können.
17.25 Uhr: In fünf Minuten geht‘s los! Schiedsrichter ist heute übrigens Sören Storks.
17.22 Uhr: Wir haben Gewissheit: Agu fällt kurzfristig aus. Für ihn startet positionsgetreu Isaac Schmidt auf der linken Schiene. Dennoch: Ein bitterer Rückschlag für Werder und Agu, der gerade erst von einer langwierigen Verletzung am Syndesmoseband zurückgekehrt war. Hoffen wir mal, dass es nichts allzu Ernstes ist.
17.19 Uhr: In gut zehn Minuten geht‘s los! Die Stimmung ist prächtig, zehn Grad und Nieselregen – optimale Bedingungen also für ein knackiges Abstiegskampf-Spiel!
17.12 Uhr: Schrecksekunde bei Werder? Felix Agu geht beim Aufwärmen vorzeitig vom Platz und hält sich die Leiste. Hoffen wir mal, dass er gleich spielen kann. Thioune bricht daher das Gespräch bei DAZN ab, um sich dazu Gedanken zu machen.
17.10 Uhr: Daniel Thioune ist nun am Dazn-Mikrofon. Wir hören mal rein: „Wir müssen fußballerisch einen Zahn zulegen und mehr Tore schießen. Die letzten Wochen haben wir leider noch nicht getroffen.“ Um das zu ändern, haben die Bremer in der vergangenen Woche bekanntlich viel an Details gearbeitet. Mal schauen, ob sich das heute schon auszahlt. In der Hinterhand hätte Thioune mit Keke Topp und Jovan Milosevic noch zwei klassische Neuner auf der Bank, um nachzulegen. Derweil deutet Thioune an, dass Lynen heute nicht ausschließlich in der Dreierkette spielen wird. Gut möglich also, dass die Bremer hier heute sehr variabel agieren.
17.05 Uhr: Gleichzeitig sind die Bremer auswärts bislang relativ erfolglos, nur sechs Punkte (ein Sieg, drei Remis) holten die Grün-Weißen bisher in der Fremde. Da kommt das – historisch betrachtet – gute Pflaster am Millerntor gerade recht.
17 Uhr: Werfen wir nochmal einen Blick auf den Gegner: Der FC St. Pauli holte nur einen Sieg aus den letzten acht Partien, ist zeitgleich aber seit vier Heimspielen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis). Am heimischen Millerntor sind die Hamburger folglich nicht zu unterschätzen. Immerhin zwölf von ihren 17 Zählen fuhren die „Kiezkicker“ vor heimischem Publikum ein.
16.55 Uhr: Tabellarisch wäre ein Sieg so unfassbar wichtig! Generell stehen dem SVW viele direkte Duelle und damit ganz wichtige Wochen bevor. Aktuell belegen die Bremer den Relegationsplatz 16 (19 Punkte) vor dem FC St. Pauli auf Rang 17 (17). Bedeutet: Bei einer Niederlage rutscht Werder auf einen direkten Abstiegsplatz, bei einem Sieg überholt man derweil mindestens den 15. VfL Wolfsburg (20). Vor allem aber hätte man mit einem Sieg fünf Punkte Vorsprung auf St. Pauli und damit zumindest etwas Grund zum Durchatmen nach zuvor zwölf sieglosen Spielen am Stück.
16.50 Uhr: Generell ist das Millerntor-Stadion für den SVW aber ein gutes Pflaster: Werder hat von neun Spielen auf St. Pauli nur das erste verloren (1977), die letzten fünf Gastspiele wurden zudem allesamt gewonnen. Heute natürlich gerne wieder…
16.45 Uhr: Womit wir schon bei den letzten Duellen der beiden Clubs wäre: Nach jenem Bremer 1:0-Sieg gab es zu Beginn dieses Jahres noch ein überaus ernüchterndes 0:0 in einem Testspiel. Den Bremern fehlte es damals – noch unter Trainer Horst Steffen – an jeglicher offensiver Durchschlagskraft. Hinten stand gegen ein besseres, aber keinesfalls berauschendes St. Pauli aber immerhin auch die Null.
16.40 Uhr: Wie sich die Grün-Weißen dann tatsächlich anordnen, werden wir ab 17.30 Uhr mit Spannung beobachten. Interessant wird vor allem sein, welchen Einfluss Samuel Mbangula, der zuletzt nur als Joker gespielt hatte, heute aufs Spiel nehmen kann. Im Hinspiel hatte er bekanntlich früh den am Ende Goldenen Treffer zum 1:0-Heimsieg erzielt (2.)
16.35 Uhr: So! Nun aber erstmal ein herzliches Moin aus dem Millerntor-Stadion. Die DeichStube hatte hier beim Einlass mit einem kleinen Durcheinander zu kämpfen, ist nun aber da. Zwischen Currywurst-schnabulierenden Kollegen im Presseraum stehend, werfe ich mal einen Blick auf die Bremer Anfangsformation. Wir gehen davon aus, dass Senne Lynen den verletzten Karim Coulibaly ersetzt und in die Innenverteidigung rückt. Wie zuletzt gegen den FC Bayern dürften daher Felix Agu und Justin Njinmah die Flügelverteidiger der Bremer Fünferkette bilden. Offensiv bleibt davor alles beim Alten mit Jens Stage und Cameron Puertas in der Zentrale sowie Romano Schmid davor. Außerdem sollen Samuel Mbangula und Marco Grüll in der Offensive wirbeln.
Werder Bremen im Liveticker gegen St. Pauli: Mit Samuel Mbangula! Die Aufstellungen sind da
16.30 Uhr: Und auch die Aufstellung des FC St. Pauli liegt vor: Vasilj – Ando, Mets, Wahl – Saliakas, Smith, Irvine, Pyrka – Fujita, Sinani – Kaars. Auf der Bank sitzen zunächst: Voll – Dzwigala, Oppie, Ritzka – Rasmussen, Sands – Pereira Lage, Hara, Ceesay.
16.25 Uhr: Die Werder-Aufstellung ist da: Backhaus – Stark, Lynen, Friedl – Njinmah, Stage, Puertas, Schmid, Agu – Grüll, Mbangula. Auf der Bank: Hein, Deman, Sugawara, Malatini, Schmidt, Bittencourt, Covic, Topp, Milosevic.
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den FC St. Pauli. Anpfiff des Abstiegskampf-Krachers in der Bundesliga ist am heutigen Sonntag um 17.30 Uhr im Millerntor-Stadion, der Live-Ticker startet bereits gegen 16.30 Uhr mit den Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News, Infos und Highlights vom Werder-Auswärtsspiel gegen die Kiezkicker gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.
Weiter mit dem Vorbericht:
Wie Werder Bremens Trainer Daniel Thioune den Knoten gegen den FC St. Pauli zum Platzen bringen will
Bremen – Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) auswärts gegen den FC St. Pauli. Der Vorbericht zum Bundesliga-Spiel.
107 Tage sind ein langer Zeitraum. Der Rohbau eines Hauses dauert beispielsweise in etwa so lange oder die Reha nach einem Bandscheibenvorfall. Prozesse, die nur langsam voranschreiten, die sich kaum oder gar nicht beschleunigen lassen. Ein deutlich zu langer Zeitraum sind 107 Tage allerdings dann, wenn er die Spanne beschreibt, in der eine Fußballmannschaft kein Spiel mehr gewonnen hat. So wie der SV Werder Bremen, der die Marke erreicht hat, wenn er am Sonntag um 17.30 Uhr (im DeichStube-Live-Ticker und live im TV) zum Auswärtsspiel beim FC St. Pauli antritt – und endlich, endlich die Kehrtwende hin zum Besseren einleiten möchte. Für die Bremer Perspektive im Abstiegskampf wäre ein Sieg im Kellerduell enorm wichtig, was natürlich auch Trainer Daniel Thioune bewusst ist. Warum er die Partie dennoch nicht als Endspiel verstanden wissen möchte und was er von seiner Mannschaft sehen will, hat er im Vorfeld erklärt.
Werder Bremen im Liveticker gegen FC St. Pauli: Trainer Daniel Thioune erwartet im Abstiegskampf Tore
Seit knapp drei Wochen steht der 51-Jährige nun bei Werder Bremen in der Verantwortung, nach den Niederlagen gegen den SC Freiburg (0:1) und den FC Bayern München (0:3) ist die Erwartungshaltung des Umfelds klar: „Jetzt aber!“ Oder, etwas pessimistischer ausgedrückt: „Wenn nicht in diesem Spiel beim Vorletzten, wann denn dann noch?“ Sichtweisen, die Thioune in dieser Absolutheit öffentlich nicht teilen mag. „Wir werden am Wochenende nicht den Klassenerhalt feiern können, und wir werden am Wochenende auch nicht absteigen“, sagte der Trainer – und betonte: „Die Tabelle zählt für uns nur am 34. Spieltag.“ Und doch soll die bereits nach dem 23. erfreulicher aussehen. „Dafür werden wir am Sonntag alles tun“, versicherte Thioune, der während der vergangenen Trainingswoche an Werders größer Schwäche gearbeitet hat: dem Toreschießen.
„In den letzten Tagen haben wir im Training häufig das Tor getroffen. Wir müssen jetzt einfach Tore schießen“, fordert Thioune, dessen Bremer auf dem Relegationsplatz stehen und mit ihren 22 Treffern vor Schlusslicht FC Heidenheim (19) und dem kommenden Gegner FC St. Pauli (20) das dritt-harmloseste Team der Bundesliga sind. Mit Ausnahme des Abschlusses hatte Werder Bremen zuletzt gegen die Bayern nach der Pause gefällig nach vorne gespielt und den Gegner vor Probleme gestellt. Thioune: „Wir sind eine Mannschaft, die gut im Umschalten ist, aber noch nicht so gut im Finalisieren von Umschaltmomenten.“ Das soll sich im Kellerduell am Millerntor ändern. „Ich habe genug Spieler, die Tore schießen können“, betont Thioune, warnt aber auch: „Bei St. Pauli werden wir auch die Bereitschaft haben müssen, zu verteidigen und zu leiden.“
Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Trainer Daniel Thioune will endlich „das schöne Gefühl nach eienm Sieg“ haben
Die Hamburger um Coach Alexander Blessin erleben ebenfalls eine mehr als komplizierte Saison, reihten zwischenzeitlich zehn Spiele ohne Sieg aneinander. „Sie sind trotzdem bei sich geblieben“, sagte Thioune, der 2016 gemeinsam mit Blessin den Fußballlehrer-Schein absolvierte. „Ich finde St. Paulis fußballerischen Ansatz gut. Es ist immer gefährlich, wenn sie Räume im Zentrum haben, wenn Eric Smith frei zum Schuss kommt oder tiefe Laufwege angesteuert werden.“ Momente, die Werder Bremen am Sonntag vermeiden will, um dann seinerseits offensiv aufzutrumpfen. Verbal tat Thioune das im Vorfeld bereits: „Meine Mannschaft hat mich bisher in jedem Training überzeugt und hat mir gezeigt, dass sie Bundesliga-Format hat“, sagte er. Und weiter: „Wir werden am Sonntag sehr fleißig daran arbeiten, das schöne Gefühl nach einem Sieg endlich mal wieder entstehen zu lassen.“ Damit aus den 107 nicht 108 Tage werden. (dco)