Nürnberg — [–>Der deutsche Arbeitsmarkt steckt weiter fest in der Krise! Von der sonst üblichen Frühjahrsbelebung ist bisher keine Spur: Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Januar nur um 15.000 gesunken, lag somit bei 3,07 Millionen. Die Arbeitslosenquote ging damit um magere 0,1 Prozentpunkte zurück, landete bei 6,5 Prozent. Im Februar 2026 erreichte die Arbeitslosigkeit damit das höchste Februar-Niveau seit zwölf Jahren. Zum Vergleich: Im Februar 2025 waren es ganze 81.000 Arbeitslose weniger als 2026.
Und das ist nicht alles: Bereits im Januar wurde mit 3,085 Millionen Arbeitslosen der höchste Januar-Wert seit 2014 erreicht. Statt einer spürbaren Trendwende nun lediglich der Mini-Rückgang. Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles (55, SPD), konstatiert bei der Pressekonferenz in Nürnberg: „Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über 3 Millionen.“
Frühjahrsbelebung? Fehlanzeige!
Normalerweise sorgt das Ende des Winters für neue Einstellungen, besonders am Bau oder in der Gastronomie. Nicht so in diesem Jahr. Die Unterbeschäftigung liegt bei 3,724 Millionen Menschen – kaum niedriger als vor einem Jahr. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften verhalten: 638.000 Stellen sind gemeldet, nahezu unverändert.
Auch bei den Sozialleistungen zeigt sich die Belastung: 1,111 Millionen Menschen beziehen Arbeitslosengeld, 76.000 mehr als vor einem Jahr. 3,822 Millionen erwerbsfähige Personen sind auf Bürgergeld angewiesen. Immerhin: Gegenüber Februar 2025 ist das ein Rückgang um 149.000 Menschen.