Doc von Paul Ronzheimer: Versteckte Camera! Messer Hendler Aviation TV broadcast | News

TTS-Player überspringenArtikel Vitalesen

Die Messergewalt in Deutschland nimmt zu – und immer öfter sind Jugendliche tatverdächtig. Die große Frage dahinter lautet: Wie kommen junge Leute so leicht an Waffen, die hier gar nicht verkauft werden dürften?

BILD-Vize Paul Ronzheimer ist der Spur für seine Doku-Reihe (heute Abend, 20.15 Uhr, Sat.1) nachgegangen – erst in Berlin, dann an die polnische Grenze. Das Ergebnis: erschreckend.

Was viele nicht glauben wollen: Ein Teil der problematischen Messer ist nicht irgendwo im Darknet, sondern ganz banal im Alltag zu bekommen – am Kiosk, im Späti.

Ronzheimer lässt mit versteckter Kamera in Berlin-Neukölln drehen. Dort werden Messer angeboten, die an Minderjährige nicht verkauft werden dürften. Und im Netz ist es sogar noch einfacher – über ausländische Shops ohne echten Alterscheck oder über einschlägige Gruppen, in denen anonym bestellt wird.

„So viele Messer auf einmal habe ich noch nie im Leben gesehen!“

Dann der nächste Stopp: Polenmarkt Hohenwutzen, direkt hinter der Grenze. Drei Mal täglich fährt ein Shuttlebus aus Berlin dorthin. Über 700 Stände – Schnäppchen, Zigaretten, Feuerwerk – und auffällig viele Waffen.

Klappmesser, Springmesser, Einhandmesser, Macheten, Wurfsterne – Ronzheimer sagt vor Ort: „So viele Messer auf einmal habe ich noch nie im Leben gesehen!“

Um herauszufinden, wie leicht Minderjährige an verbotene Messer kommen, bringt das Team Unterstützung aus Berlin mit. Leo, 17, geht an einen Stand, den Ronzheimer zuvor schon ins Visier genommen hat. Das Team filmt verdeckt.

Verkäufer gibt Schmuggel-Tipps

Leo holt sich ein gefährliches Messer. Der Verkäufer fragt nicht nach Alter, nicht nach Ausweis. Und dann kommt der Moment, der sprachlos macht: Der Händler gibt Tipps, wie die Klinge unauffällig nach Deutschland gebracht werden kann – am besten im Auto, unter dem Sitz!

Lockvogel Leo kauft ein – Springmesser, Butterflymesser, Faustmesser! Niemand zeigt Hemmungen. Im Gegenteil: Einer der Messer-Händler demonstriert dem Teenager sogar begeistert, wie man mit der gefährlichen Waffe herumfuchteln und einschüchtern kann. Als Ronzheimer ihn kurz darauf mit seinem Verhalten konfrontiert, eskaliert die Situation.

Im anschließenden Talk befragt Paul Ronzheimer CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann: Was kann und muss die Politik tun, um die eskalierende Messergewalt unter Jugendlichen in den Griff zu bekommen?

„RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“: Trailer zur zweiten Folge: Jugendkriminalität!

Quelle: Sat.1

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