Grönland: ++ Dänemark schlägt Nato-Mission für Grönland und Arktis vor – Treffen mit Rutte ++ Liveticker

Nach Drohungen nun Erpressung: US-Präsident Donald Trump versucht, seinen Besitzanspruch auf Grönland mit Zöllen für Deutschland und andere Staaten durchzudrücken. Deutschland und andere EU-Länder versuchen eine Strategie zu finden.

18:57 – Rutte: Nato will mit Dänemark und Grönland zusammenarbeiten

Die Nato will bei der Sicherheit in der Arktis weiter mit Dänemark und Grönland zusammenarbeiten. Das sagte Generalsekretär Mark Rutte. Man habe besprochen, wie wichtig die Arktis – einschließlich Grönland – für die gemeinsame Sicherheit sei und wie Dänemark seine Investitionen dafür erhöhe, schrieb Rutte auf X. „Wir werden weiter als Verbündete in diesen wichtigen Fragen zusammenarbeiten.“

18:30 Uhr – Dänemark und Grönland schlagen Nato-Mission vor

Dänemark und Grönland schlagen eine Nato-Mission für das arktische Autonomiegebiet vor. Dies sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen im Beisein der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

„Wir haben es vorgeschlagen, der Generalsekretär hat davon Kenntnis genommen und wir denken, wir können nun – hoffentlich – den Rahmen bestimmen, in dem das konkretisiert werden kann“, sagte Poulsen.

18:16 Uhr – Grönland-Demonstranten machen sich über Trumps Wahlkampfslogan lustig

Rote Baseballkappen, die sich über den Wahlkampfslogan von US-Präsident Donald Trump lustig machen, sind zum Symbol des Widerstands gegen seine Grönland-Pläne geworden. Däninnen und Dänen und Grönländerinnen und Grönländer tragen bei ihrem Protest gegen die Androhung Trumps, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland einzunehmen, Kappen mit dem Schriftzug „Make America Go Away“. Das ist eine Anspielung auf Trumps Slogan „Make America Great Again“. Die Beliebtheit der „Make America Go Away“-Kopfbedeckung war unter anderem am Wochenende in Kopenhagen zu beobachten.

„Ich will meine Unterstützung für Grönland zeigen und auch zeigen, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht mag“, sagte der 76-jährige Kopenhagener Lars Hermansen bei einem Protest am Samstag. Die Hüte mit dem Protestslogan gegen Trump wurden von Jesper Rabe Tonnesen entworfen, dem Inhaber eines Geschäfts für Vintage-Kleidung in der dänischen Hauptstadt. Im vergangenen Jahr waren die Kappen noch ein Ladenhüter, doch nachdem Trump seine Rhetorik wegen Grönland verschärft hat, sind die Baseballkappen zunehmend häufig zu sehen.

18:10 Uhr – Kanada will Militär nach Grönland schicken

Kanada zieht Insidern zufolge die Entsendung eines kleinen Truppenkontingents für Nato-Übungen nach Grönland in Betracht. Das Militär habe der Regierung entsprechende Pläne vorgelegt und warte nun auf eine Entscheidung von Premierminister Mark Carney, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Carney muss zwischen der Solidarität mit europäischen Verbündeten und dem Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump abwägen.

17:51 Uhr – Kallas: EU hat kein Interesse an Streit

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt die USA im Streit um Grönland vor der Verhängung von Strafzöllen. „Souveränität ist kein Handelsgut“, schreibt sie auf der Plattform X. „Wir haben kein Interesse daran, einen Streit anzufangen, aber wir werden unsere Position behaupten.“ Europa verfüge über eine Reihe von Instrumenten, um seine Interessen zu schützen.

Die Sicherheit in der Arktis sei ein gemeinsames transatlantisches Interesse, das man mit den US-Verbündeten besprechen könne. „Aber Zolldrohungen sind nicht der richtige Weg, dies anzugehen“, fügt Kallas hinzu.

17:36 Uhr – „Ich halte das für sehr unklug“ warnt US-Finanzminister Bessent

US-Finanzminister Scott Bessent warnt die europäischen Regierungen vor Vergeltungsmaßnahmen im Streit um Grönland. „Ich halte das für sehr unklug“, sagt Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos auf die Frage nach handelspolitischen Gegenmaßnahmen. Europa solle nicht an den Absichten von US-Präsident Donald Trump zweifeln. „Ich habe mit Präsident Trump gesprochen, und es gibt offenbar viele Reaktionen“, sagt Bessent. „Ich denke, jeder sollte den Präsidenten beim Wort nehmen.“

17:17 Uhr – Trump. „Kein Kommentar“ zu möglicher Gewaltanwendung bei Grönland

Der US-Präsident hat sich nicht dazu äußern ⁠wollen, ob er zur Übernahme Grönlands militärische Gewalt einsetzen ‍würde. Auf die Frage, ob er Gewalt anwenden würde, um die zu Dänemark gehörende Insel in Besitz zu nehmen, antwortete Trump in einem kurzen ⁠Telefoninterview mit dem Sender ⁠NBC News: „Kein Kommentar“.

Trump hatte am Samstag angekündigt, zehn Prozent zusätzliche Einfuhrzölle auf Waren aus etlichen europäischen Ländern, darunter Deutschland, zu erheben, solange die Europäer den ‍Kauf Grönlands durch die USA verhindern. ‍Auf die Frage, ob er diesen Kurs durchziehen werde, ⁠sagte der US-Präsident dem Sender: „Ich werde – 100-prozentig.“ Europa solle sich eher auf den Russland-Ukraine-Krieg ‍fokussieren – nicht auf ⁠Grönland, ‌fügte der Republikaner ‌hinzu.

14:32 Uhr – Merz erwartet Treffen mit Trump am Mittwoch

Im Streit um Grönland will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen. „Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen“, sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben.

14:20 Uhr – EU-Sondergipfel zu Grönland am Donnerstag

Der EU-Sondergipfel zur Eskalation des Grönland-Konflikts mit den USA wird an diesem Donnerstagabend in Brüssel stattfinden. Das teilte eine Sprecherin von EU-Ratspräsident António Costa mit. Bei dem Krisentreffen wollen Bundeskanzler Friedrich Merz und die anderen Staats- und Regierungschefs darüber beraten, wie die EU am besten auf die jüngsten Zolldrohungen von Trump reagiert.

14:09 Uhr – Merz: Zölle würden insbesondere US-Konsumenten schaden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat US-Präsident Donald Trump vor wirtschaftlichen Folgen seiner angedrohten Zölle für die Vereinigten Staaten im Streit um Grönland gewarnt. „Zölle werden in der Regel von denen bezahlt, in deren Land die Importe gehen“, sagte Merz am Montag in Berlin. „In diesem Fall würden die amerikanischen Konsumenten die Zölle bezahlen.

13:48 Uhr – Dänemark schickt mehr Kampfsoldaten nach Grönland

Schon in der vergangenen Woche sind etwa 200 dänische Soldaten in Grönland gelandet. Jetzt schickt Dänemark einen weiteren „wesentlichen Beitrag“ an Kampfsoldaten auf die Arktisinsel. Das berichtete der Fernsehsender TV2 unter Berufung auf das dänische Verteidigungsministerium. Die genaue Anzahl der Soldaten war demnach nicht bekannt, es solle sich jedoch um einen „wesentlichen Beitrag“ handeln. Sie sollen TV2 zufolge noch am Montag in Kangerlussuaq, etwa 300 Kilometer nördlich von der grönländischen Hauptstadt Nuuk, ankommen. Begleitet werden sie demnach von dem dänischen Heereschef Peter Boysen.

13:18 Uhr – Dänemark fordert: Nato muss in der Arktis „mehr tun“

Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen fordert die Nato dazu auf, in der Arktis mehr zu tun. In einer Mitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums kündigte Lund Poulsen an, dass er und seine grönländische Kollegin Vivian Motzfeldt das mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte besprechen wollen.

Nachdem Dänemark und Grönland zusammen mit einigen Verbündeten beschlossen hatten, die militärische Präsenz in der Arktis und im Nordatlantik zu erhöhen, haben die Länder „breite Unterstützung“ dafür erfahren, „dass die Nato in der Arktis mehr tun sollte“, hieß es von Lund Poulsen in der Mitteilung. Die für Äußeres zuständige grönländische Ministerin Motzfeldt sagte demnach: „Grönland befindet sich in einer außergewöhnlichen Situation, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zieht. Die Lage erfordert, dass wir die Zusammenarbeit in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen in der Arktis im Kreis der Nato stärken.“

13:01 Uhr – Berlin weist Trumps Zolldrohung als nicht akzeptabel zurück

Die Bundesregierung hat das Androhen von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump als „nicht akzeptabel“ zurückgewiesen. „Er eskaliert mit diesen Androhungen im Handelskonflikt“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Bei einem solchen Handelskonflikt könne es keinen Gewinner geben. Die Europäer seien entschlossen, mit wirksamen Gegenmaßnahmen inklusive mit Gegenzöllen zu reagieren.

„Wir werden auch weitere wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen vorbereiten, wenn das nötig ist. Und wenn es nötig ist, auch schon ab Februar“, kündigte Kornelius in der Bundespressekonferenz an. „Dafür gibt es dann unter den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine große Einigkeit.“

12:18 Uhr – Starmer spricht mit Trump über mögliches Missverständnis

Großbritanniens Premier Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über ein mögliches Missverständnis hinsichtlich der Entsendung europäischen Militärs nach Grönland gesprochen. Das sagte der Labour-Politiker bei einer Pressekonferenz in London zur Androhung von Zöllen durch den US-Präsidenten.

„Das ist eine der Sachen, die ich mit Präsident Trump gestern hinsichtlich dieser Kräfte besprochen habe, die klar dort waren, um die Bedrohung durch die Russen zu bewerten und damit umzugehen“, sagte Starmer auf die Frage eines Journalisten. Deutschland, Großbritannien und andere europäische Staaten hatten auf Wunsch Dänemarks kürzlich eine kleine Zahl von Soldaten nach Grönland entsandt.

Nach europäischer Lesart war die Entsendung als Versuch gedacht, Trumps Kritik an dem angeblich unzureichenden militärischen Schutz Grönlands durch Dänemark zu entkräften. Trump interpretierte den Einsatz hingegen als Provokation gegenüber Washington und nahm ihn zum Anlass für eine Drohung mit Zöllen, sollten sich die teilnehmenden Staaten weiterhin einer Übernahme Grönlands durch die USA entgegenstellen.

11:58 Uhr – Niederländische Marine-Offiziere verlassen Grönland

Die beiden niederländischen Marineoffiziere, die in Grönland an der europäischen Erkundungsmission teilgenommen haben, kehren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in die Niederlande zurück. Sie hätten ihre Untersuchungen wie geplant abgeschlossen, teilte das Ministerium in Den Haag mit. Die Offiziere waren am Freitag nach Grönland geflogen.

11:42 Uhr – Grüne greifen CDU an

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge wirft der CDU im Konflikt um die Besitzansprüche der USA auf Grönland Realitätsverweigerung und Planlosigkeit vor. US-Präsident Donald Trump spreche inzwischen offen aus, „dass so etwas wie ein internationales Recht für ihn existiert, sondern allein seine eigenen Entscheidungen für ihn der Kompass des Handels sind“, sagt Dröge vor Beginn einer Fraktionsklausur in Berlin.

Darauf müssten die Europäische Union und die Bundesregierung jetzt Antworten geben. „Unser Eindruck ist, dass insbesondere die CDU in der Bundesregierung hier hart mit sich selbst ringt und auf der Suche ist nach einem Kurs – und dass sie diesen Kurs aktuell nicht mehr finden“, kritisiert sie.

11:34 Uhr – AfD-Chefin Weidel fordert Gespräche, um Handelskrieg abzuwenden

AfD-Chefin Alice Weidel hat nach der Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump Verhandlungen zur Entschärfung der Lage mit Washington gefordert. „Das Ziel müssen jetzt Gespräche sein, um einen Handelskrieg abzuwenden und eine Lösung zu finden“, schrieb sie auf der Plattform X. Die Bundesregierung müsse im Grönland-Streit die deutschen Interessen in den Vordergrund stellen, statt sich mit Bundeswehr-Ausflügen zu blamieren.

11:11 Uhr – „Die Zölle sind ein Eigentor“, sagt das IfW-Institut

Die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle werden einer Studie zufolge fast vollständig von amerikanischen Importeuren und ⁠Verbrauchern bezahlt. Diese tragen demnach 96 Prozent der Last, wie aus einer veröffentlichten Untersuchung des Kiel Instituts ‍für Weltwirtschaft (IfW) hervorgeht. „Die Zölle sind ein Eigentor“, sagte Julian Hinz, Forschungsdirektor am IfW und Mitautor der Studie. Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle trügen, sei ein Mythos. Die Daten zeigten das Gegenteil. „Die Amerikaner bezahlen die Rechnung.“

11:01 Uhr – Kreml: Trump würde mit Grönland-Übernahme in Geschichte eingehen

US-Präsident Donald Trump würde mit einer US-Übernahme des zu Dänemark gehörenden Grönlands nach Ansicht des Kreml in die Weltgeschichte eingehen. Er wolle nicht sagen, ob ein solcher Schritt gut oder schlecht sei, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er stelle lediglich eine Tatsache fest. Auch Russland beansprucht Territorium anderer souveräner Staaten.

10:54 Uhr – Österreichs Bundeskanzler sichert Dänemark und Grönland Solidarität zu

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hat Dänemark und Grönland angesichts der US-Zolldrohung im Streit um die dänische Arktisinsel die „volle Solidarität“ zugesichert. Die Souveränität und territoriale Integrität müssten ausnahmslos respektiert werden, sagt Stocker. Entscheidungen ⁠über die Zukunft Grönlands könnten nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden. Die EU müsse geschlossen reagieren und dabei auf Dialog und Deeskalation setzen. Gleichzeitig müsse sie ihre wirtschaftliche Stärke nutzen und „alle zur Verfügung stehenden Instrumente in Betracht ziehen“. Österreich selbst ist von der jüngsten Zolldrohung der USA nicht betroffen.

10:52 Uhr – BDI-Präsident Leibinger fordert EU, die „einig und selbstbewusst“ agiert

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, hat die EU angesichts der Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump dazu aufgerufen, „einig und selbstbewusst“ zu agieren. „Die EU muss deutlich machen, dass sie für die USA ein unverzichtbarer strategischer Partner ist und bleibt“, erklärte Leibinger in Berlin. Europa sei der größte Binnenmarkt der Welt.

09:55 Uhr – Klingbeil zu Trumps Zolldrohung – „Wir lassen uns nicht erpressen“

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump als Erpressung kritisiert und eine harte Reaktion der EU angekündigt. Bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Roland Lescure am Montag in Berlin sagte der Vizekanzler: „Deutschland und Frankreich sind sich einig: Wir lassen uns nicht erpressen.“ Es werde eine „geschlossene und deutliche Antwort Europas geben“, falls Trump seine Zolldrohungen aufrecht erhalte. Diese Antwort werde bereits vorbereitet.

Der Bundesfinanzminister nannte drei Gegenmaßnahmen, die derzeit in der EU vorbereitet würden. Die von EU und den USA erarbeitete Zollvereinbarung liege nun „auf Eis“, sagte Klingbeil. Die bis 6. Februar ausgesetzten europäischen Zölle auf Importe aus den USA könnten in Kraft treten. Drittens verwies Klingbeil auf den „europäischen Instrumentenkasten“, mit dem die EU „auf wirtschaftliche Erpressung“ reagieren könne. „Wir sollten den Einsatz dieser Maßnahmen prüfen.“

08:18 Uhr – „UN-Ordnung steht offensiv unter Attacke“, sagt Baerbock

Mit ihrer Zollpolitik schaden sich die USA aus Sicht der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, auch selbst. Was Trump gerade tue, sei „auch ein absoluter Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie“, sagte die frühere deutsche Außenministerin im Deutschlandfunk. „Die USA sind heftigst verschuldet, haben ein absolutes Interesse daran, weiteren Handel zu treiben.“

Die regelbasierte Ordnung der Vereinten Nationen stehe „offensiv unter Attacke“. Sie müsse verteidigt werden, denn: „Die Charta der Vereinten Nationen ist unsere Lebensversicherung.“

6:42 Uhr – „Es wird erledigt werden“ – Trump droht erneut Dänemark

Trump wirft Dänemark erneut vor, nicht genug gegen die Bedrohung Grönlands durch Russland zu tun. „Die Nato sagt Dänemark seit 20 Jahren, dass ‚die russische Bedrohung aus Grönland entfernt werden muss‘. Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!“, schrieb Trump auf Truth Social. Der US-Präsident ließ offen, welche konkreten Schritte er meint.

05:32 Uhr – EU organisiert Sondergipfel

EU-Ratspräsident António Costa wird einen Sondergipfel der EU einberufen. Als Termin für ein Treffen kommt Donnerstag infrage.

Als eine Option gilt, die im vergangenen Jahr während des Zollkonflikts geplanten Vergeltungsmaßnahmen zu beschließen. Vorgesehen war damals, Vergeltungszölle auf US-Importe im Wert von rund 93 Milliarden Euro zu verhängen.

05:09 Uhr – „Die Europäer wirken schwach. Die USA wirken stark“

US-Finanzminister Scott Bessent sagt in der Sendung „Meet the Press“ des US-TV-Senders NBC News: Grönland könne nur verteidigt werden, wenn es Teil der USA sei – und wenn Grönland Teil der Vereinigten Staaten sei, werde es erst gar keine Notwendigkeit geben, es verteidigen zu müssen. Bessent sagte auch: „Die Europäer wirken schwach. Die USA wirken stark.“

04:14 Uhr – Alter Trump-Tweet sorgt für Aufsehen

Ein Tweet des US-Präsidenten sorgt in den sozialen Netzwerken aktuell für Aufsehen. Im August 2019 – also vor sechseinhalb Jahren – veröffentlichte Trump ein Foto Grönlands mit einem Trump-Tower und schrieb dazu: „Ich verspreche, dass ich das Grönland nicht antun werde!“

03:51 Uhr – Trump behandelt EU wie einen „Deppen“, sagt Strack-Zimmermann

Marie Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, sagt dem „Spiegel“: „Trump behandelt Europa inzwischen wie einen wirtschaftlichen Gegner und, noch schlimmer, wie einen Deppen. Er benutzt die Sicherheitsfrage und Grönland dafür als Druckmittel.“

Europa müsse jetzt Gemeinsamkeit leben und mit harten wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen reagieren. Wer meine, Trump ändere sein Verhalten, mache sich Illusionen. „Die EU darf sich weder einschüchtern noch erpressen lassen und muss selbstbewusst ihren wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Weg gehen“, so die FDP-Politikerin.

00:56 Uhr – „Werden unsere Interessen schützen“, sagt von der Leyen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich solidarisch mit Dänemark und Grönland. „Zusammen stehen wir fest zu unserem Engagement, die Souveränität Grönlands und des Königreichs Dänemark zu wahren“, schrieb sie am Abend auf X.

„Wir werden stets unsere strategischen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen schützen.“ Man werde „diesen Herausforderungen für unsere europäische Solidarität mit Standhaftigkeit und Entschlossenheit begegnen“.

00:01 Uhr – Trump kündigt neue Strafzölle an

Trump hatte am Samstag erklärt, bis zu einem Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die USA sollten Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab 1. Februar zehn und ab 1. Juni dann 25 Prozent zusätzliche Zölle zahlen.

dpa/Reuters/sebe/rct/nw/jra

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