Viel Schnee und Sturm sorgen für eine kritische Lawinensituation in der Schweiz. Im Wallis sind Täler gesperrt und Menschen wurden evakuiert.
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Zweithöchste Lawinengefahr im Wallis: Die Lawinengefahrenstufe 5 für das Wallis, die höchste Warnstufe, ist um 17 Uhr aufgehoben worden, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) mitteilt. Es gilt nun Gefahrenstufe 4. Die spontane Lawinenaktivität nehme mit dem Abklingen der Schneefälle ab, wobei in der Nacht auf Mittwoch einzelne spontane Lawinen noch möglich seien, dies vor allem «am nördlichen Alpenkamm, im Wallis, im Gotthardgebiet, im nördlichen Tessin, in Nordbünden und im Unterengadin nördlich des Inns». Abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse gefährlich, auch exponierte Verkehrswege seien teils gefährdet, schreibt das SLF.
SRF
Die weiteren Aussichten: Laut SRF Meteo klingen die Schneefälle in den Alpen am Donnerstagabend ab. Danach ist es über Nacht für ein paar Stunden trocken. In den Morgenstunden breitet sich aus Westen wieder Schneefall aus, auch im Flachland sind vorübergehend winterliche Strassenverhältnisse möglich. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze allmählich auf 800 bis 1300 Meter, nur in der Nordostschweiz bleibt sie tiefer. In den Alpen muss nicht mit mehr als 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden.
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Bild 1 von 19.Im Schweizer Alpenraum schneits – und zwar ziemlich viel. (Riederalp VS, 17.2.2026).
Bildquelle: Denise Feller. -
Bild 2 von 19.Am Dienstag wurde in gewissen Teilen des Wallis vorübergehend die höchste Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen. (Ferden VS, 17.2.2026).
Bildquelle: Jonas Aschilier. -
Bild 3 von 19.Die Strasse zwischen Hospental und Realp im Kanton Uri ist bis auf weiteres wegen Lawinengefahr gesperrt. (17.2.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler. -
Bild 4 von 19.In Andermatt laufen die Räumungsarbeiten auf Hochtouren. (17.2.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler. -
Bild 5 von 19.Auch die Bahnstrecke Furka-Oberalp muss vom Schnee befreit werden. (17.2.2026).
Bildquelle: Keystone/Urs Flueeler. -
Bild 6 von 19.Auch im Kanton Graubünden gab es viel Schnee. (Laax GR, 17.2.2026).
Bildquelle: Estelle Hoeffleur. -
Bild 7 von 19.Manche Täler im Wallis sind von der Aussenwelt abgeschnitten, so zum Beispiel das Lötschental (Bild aus Kippel im Lötschental, 17.2.2026).
Bildquelle: Stefanie Jaggi. -
Bild 8 von 19.In den Alpen sind zahlreiche Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt. Im Bild die Strasse zur Stockgalerie in Goppenstein VS. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider. -
Bild 9 von 19.Oberhalb der Stockgalerie ist eine Lawine niedergegangen. Sie hat auch einen Teil der Bahnstrecke verschüttet. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Julien Grindat. -
Bild 10 von 19.Auf der Bahnstrecke zwischen Goppenstein VS und Brig VS ist ein Zug mutmasslich wegen der Schneemassen entgleist. (16.02.2026).
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis. -
Bild 11 von 19.Schneemassen könnten kurz vor der Durchfahrt des Zuges die Gleise am Ausgang der Stockgalerie blockiert haben, hiess es von der Polizei. (16.02.2026).
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis. -
Bild 12 von 19.An Bord des Zuges waren 29 Menschen, fünf wurden verletzt. (16.02.2026).
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis. -
Bild 13 von 19.Am Bahnhof Goppenstein VS fahren derzeit keine Züge weiter nach Brig. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider. -
Bild 14 von 19.Bahnhof Goppenstein VS: Ein Ersatzbus verkehrt im Schneegestöber. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider. -
Bild 15 von 19.Laut SRF-Meteo dürfte der Niederschlag gegen Dienstagabend nachlassen. Doch die hohe Lawinen-Gefahr wird auf weiteres bestehen bleiben. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider. -
Bild 16 von 19.Die Schneeräumungsfahrzeuge in den alpinen Gebieten waren am Montag gefordert, wie etwa hier auf der Taminabrücke in Valens SG. (16.02.2026).
Bildquelle: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller. -
Bild 17 von 19.Der Autoverlad Furka zwischen Realp UR und Oberwald VS ist vorübergehend eingestellt. (16.02.2026).
Bildquelle: SRF. -
Bild 18 von 19.Lawinengefahr bei Davos GR. (16.02.2026).
Bildquelle: Gaudenz Flury. -
Bild 19 von 19.In Orsières mussten aus Sicherheitsgründen 50 Personen evakuiert werden. (16.02.2026).
Bildquelle: SRF.
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Mehrere Täler im Wallis nicht zugänglich: Nach wie vor sind viele Strassen in den Alpenregionen wegen der anhaltenden Lawinengefahr gesperrt. Besonders betroffen ist das Wallis. Im Goms ist die Strasse zwischen Niederwald und Obergesteln gesperrt. Auch die Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) befahren die Strecke nicht. Der Autoverlad Furka ist ebenfalls eingestellt. Nach aktuellen Prognosen soll dieser um 17:30 Uhr wieder in Betrieb genommen werden. Gesperrt sind derzeit auch die Hauptstrassen zu den Ferienorten Saas Fee und Saas Grund, Zermatt, Zinal und Arolla. An diversen Orten bleiben zudem touristische Infrastrukturen geschlossen. Die Strasse ins Lötschental ist ebenfalls gesperrt. Am Montag mussten in Orsières rund 50 Personen evakuiert werden. Auf einem Video (siehe unten) ist zu sehen, wie im Mattertal zwischen Täsch und Randa eine Lawine niedergeht. Kurz vor Mittag donnerte zwischen Randa und Herbriggen eine weitere Lawine nieder. Die Staublawine erfasste einen Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Der Bahnbetrieb zwischen St. Niklaus und Täsch ist eingestellt. Es gab bei beiden Lawinen keine Verletzten.
Mehrere Skigebiete zu: Zahlreiche Skigebiete im Wallis sind für den Rest des Tages geschlossen; so zum Beispiel das Gebiet im Lötschental, Les Marécottes, Verbier und Les 4 Vallées.
Entgleister Zug in Goppenstein: Am Montagmorgen ging bei Goppenstein VS eine Lawine nieder und führte zu einer Zugsentgleisung. Fünf Personen wurden verletzt. Die Bahnstrecke zwischen Goppenstein und Brig ist unterbrochen. Auch die Strasse nach Goppenstein ist gesperrt.
Warum ist die Situation so kritisch? Viel Neuschnee und stürmische Winde haben im Norden und im Wallis zu grossen Mengen an Triebschnee geführt. In diesem Neu- und Triebschnee können Lawinen sehr leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen, wie es im SLF-Bulletin heisst.
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