Mechaniker-Wand gegen Spione: The test in Bahrain was for those who passed Kulissen. sports

Die Formel 1 nimmt wieder Fahrt auf. Am 8. März steigt in Melbourne (Australien) der Saisonauftakt – und der Aufbruch in eine neue Ära. Neben einem komplett neuen Reglement (Motor zur Hälfte elektrisch, neue Aerodynamik) geht mit Cadillac ein elfter Rennstall an den Start. Und: Mit dem Werksteam von Audi, das aus Sauber hervorgegangen ist, gibt es neben Mercedes künftig einen zweiten Rennstall mit deutscher Lizenz.

Drei Tage durften die Teams vergangene Woche in Bahrain testen. BILD war vor Ort und verrät, was die größten ­Tuschel-Themen sind. Der Fahrerlager-Funk der Formel 1!

Piastri baut nach McLaren-­Kritik sein Management um

Neue Saison, neues Team. Oscar Piastri (24) fährt zwar weiterhin für McLaren, doch der Australier hat sein Management neu strukturiert. Landsmann Mark Webber (49), der ihn bisher bei den Grands Prix begleitet hatte, tritt ins zweite Glied zurück. Der Ex-Pilot kümmert sich künftig vornehmlich um kommerzielle Themen.

In Bahrain wurde der WM-Dritte der vergangenen Saison bereits von Pedro Matos (60) begleitet. Der Portugiese war 2021 Piastris Renningenieur bei Prema, als der als Formel-2-Neuling die Meisterschaft gewann. Matos gilt als ruhig – und ist damit das Gegenteil zu Webber. Der hatte vergangene Saison intern immer wieder für Unruhe gesorgt, weil er seinen Schützling im WM-Duell mit Teamkollege Lando Norris (26) von McLaren benachteiligt sah.

Pikant: Ganz freiwillig soll die Umstellung im Management nicht gewesen sein. Der britische Traditionsrennstall soll Piastri deutlich gemacht haben, dass sie mit Webbers Verhalten nicht einverstanden waren.

Motoren-Ärger um ­Mercedes

Der Tenor im Paddock ist eindeutig: Mercedes scheint (vorerst) die Pole Position im Rennen um die Weltmeisterschaft zu haben. Die deutsche Luxusmarke soll die beste Antriebseinheit aller fünf Hersteller gebaut haben. Von bis zu 0,3 Sekunden Unterschied pro Runde ist die Rede. Nach Informationen von BILD ist das zu viel.

Brisant: Audi & Co. wittern einen illegalen Trick. Die Silberpfeile sollen das vorgeschriebene Verdichtungsverhältnis des Motors (16:1) umgehen können, sodass sie mehr Leistung abrufen können.

Eine erneute Änderung des Reglements soll dies verbieten. Problem: Dafür müssen vier der fünf Hersteller sowie der Weltverband Fia und die Formel 1 zustimmen.

Verstappen zweifelte an Red-Bull-Motor

Erstmals in seiner 20-jährigen Geschichte geht der Energydrink-Konzern mit einer eigenen Antriebseinheit an den Start. Der Red-Bull-Motor läuft zuverlässig. Eine Tatsache, die nicht nur die Konkurrenz, sondern auch Max Verstappen (28) beeindruckt hat. Der Weltmeister hatte Bedenken, ob man direkt auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sein würde.

Zweifel, die es auch bei ­Ferrari gab. Nachdem die ­Scuderia beim Geheim-Test in Barcelona (Spanien) Ende Januar noch mit ihrem Boliden haderte, spulten die Italiener ihr Programm in Bahrain souverän ab.

Audi mauert

Die VW-Tochter ist zwar neu in der Formel 1, doch setzt dabei auf alte Taktiken. Damit Fotografen, vor allem die der konkurrierenden Rennställe, keines der Technik-Geheimnisse erhaschen, formten bis zu acht Mechaniker am Garagentor eine Mauer, die die Sicht verhindern sollte.

Cadillac droht Lack-Ärger

Über 20 Millionen Euro soll die US-Marke gezahlt haben, um die Lackierung in der Halbzeit-Show beim Super Bowl durch einen Werbeclip zu enthüllen. Ein PR-Coup – der zum teuren Missverständnis werden könnte. Nach Infos von BILD könnte die Lackierung von der Fia verboten werden. Denn eigentlich muss die Farbgebung der Renner symmetrisch sein. Bei dem US-Rennstall ist allerdings jeweils eine Seite hauptsächlich weiß und eine schwarz.

Besonders bitter: Dieser Anfängerfehler könnte in einer Dokumentation festgehalten werden. Hollywood-Superstar Keanu Reeves (61) war in Bahrain mit einem Filmteam, um Cadillacs erste Momente in der Formel 1 zu filmen. Kurios: Reeves selbst wollte nicht abgelichtet werden. Klappte nicht.

Krisengespräche bei ­Aston Martin

Der James-Bond-Rennstall wollte eigentlich um die WM mitfahren. Aber: In Bahrain war Aston Martin teilweise langsamer als Cadillac. Nach Infos von BILD führte Teambesitzer Lawrence Stroll (66) mehrere Krisengespräche mit seinem Führungspersonal. Dabei soll es auch lauter geworden sein. Dazu passt: In den sozialen Medien kursieren Videos, die den Milliardär extrem verstimmt beim Verlassen des Fahrerlagers zeigen. Aston Martin droht das Schlusslicht der Formel 1 zu werden.

Carlos (Alcaraz/l.) und Carlos (Sainz) in Bahrain

Foto: Formula 1 via Getty Images

Vierfaches Carlos-Treffen bei Williams

Am Donnerstag schaute Carlos Alcaraz (22), die Nummer 1 der Tennis-Welt im Fahrerlager vorbei. Bei Williams traf er auf drei andere Carlos: Fahrer Carlos Sainz jr. (31), dessen Vater Carlos Sainz sr. (63). Und Carlos Onoro, den Cousin und Manager des F1-Piloten.

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