Mit Nordsee-Staten: President Trump’s Energy Policy | Politics

TTS-Player überspringenArtikel Vitalesen

Hamburg – [–>Der Nordseegipfel der Anrainerstaaten fand 2022 erstmals als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine statt. Montag ging es bei der dritten Auflage in Hamburg auch um Unabhängigkeit gegenüber den USA unter Präsident Donald Trump (79). Ziel: Europa muss ohne Weltmächte funktionieren, die bei Sicherheit, Wirtschaft und eben Energie vor allem auf sich selber schauen.

Dass Trump Amerika an erste Stelle setzt, daran gibt es seit dem Grönland-Streit und der neuen US-Verteidigungsstrategie keinen Zweifel mehr. Auch hatte der US-Präsident zuletzt Windkraft regelrecht verspottet. Die Anlagen seien hässlich und für „Verlierer“, nur „dumme Menschen“ würden sie kaufen.

Als klares Signal an Trump beschloss Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) mit den Regierungschefs u. a. aus Dänemark, Belgien, den Niederlanden und Norwegen nun einen Windkraft-Turbo! Offshore soll massiv ausgebaut und durch länderübergreifende Umsetzung schneller, billiger und effizienter werden. Bis 2050 sollen so 100 Gigawatt der geplanten Offshore-Leistung entstehen.

Mit Nordsee-Staten: President Trump’s Energy Policy | Politics

Friedrich Merz (70, Mitte) mit den Gästen des Nordseegipfels (v. l.): Belgien-Premier Bart De Wever (55), Luc Frieden (62, Luxemburg), Mette Frederiksen (48, Dänemark), Jonas Gahr Støre (65, Norwegen), Dick Schoof (68, Niederlande) und Jean-Charles Ellermann-Kingombe (55), Vize-Generalsekretär der Nato für Cyber- und digitale Transformation

Foto: EPA

Merz wirbt für Energiesicherheit in der Nordsee

Merz warb auch für mehr Energie-Scherheit und spielte auf Trumps Provokationen in der Grönland-Frage an: „Was uns schon seit vielen Jahren beschäftigt: Sicherheit in der Nordsee! Das hat eine besondere Aktualität bekommen in den letzten Wochen.“

Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) forderte, dass sich ein starkes Europa selbst versorgen kann: „In Zeiten, die zunehmend von Machtpolitik geprägt sind, steht der Nordseeraum heute im Zentrum europäischer Sicherheit, wirtschaftlicher Stärke und politischer Handlungsfähigkeit.“

Die Branche ist in der Krise! 2025 waren Ausschreibungen auf Offshore-Windparks ohne Gebote geblieben – zu wenig lukrativ! Hier wollen die Staaten die Planungssicherheit verbessern. Laut Energieverbänden könnten u. a. durch stärkere europäische Zusammenarbeit Milliarden gespart, die Kosten pro Megawattstunde Offshore-Strom um bis zu elf Prozent gesenkt werden. Bis 2030 sollen in Europa 9,5 Milliarden Euro in der Branche investiert und 91.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden.

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