Neues Pflichtfach in Rusland: Jetzt lässt Putin Kinder Drohnen bauen | Politics

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Moskau Wladimir[–> Putins (73) Krieg kommt jetzt auch in die Klassenzimmer! Schon Kinder sollen lernen, wie man Kriegsgeräte baut. Drohnen zusammenschrauben, programmieren und steuern soll an russischen Schulen ab 13 Jahren Pflicht werden. Das sieht der neue staatliche Lehrplan Russlands vor, der jetzt veröffentlicht wurde.

Das Pflichtfach trägt den harmlos klingenden Namen „Grundlagen der Sicherheit und des Schutzes des Heimatlandes“. Doch dahinter steckt etwas anderes: Auf dem Lehrplan stehen demnächst auch Drohnenbau und ihre Fernsteuerung. Die Schulen bekommen dafür Trainingsdrohnen, Flugsimulatoren und Bausätze. Der Kurs soll in manchen Schulen bereits ab der 5. Klasse starten und ab der 8. Klasse überall verpflichtend sein. Das berichtet Echo (Online-Präsenz des ehemaligen unabhängigen russischen Senders „Echo Moskwy“) und zitiert russische Staatsmedien.

Pflichtfach bringt Militärtechnik in die Schule

Im Unterricht sollen die Schüler einfache Drohnenmodelle bauen, sie mit Fernbedienungen oder Smartphones steuern und die Grundlagen der Programmierung und Navigation lernen. Die offizielle Begründung: Technische und digitale Fähigkeiten sollen dadurch gefördert werden.

Ab welchem Alter Kinder dann echte Drohnen fliegen dürfen, bleibt unklar. Doch staatliche Wettbewerbe und Bildungsprogramme in Russland zeigen, wie früh angesetzt wird: Schon Kinder ab sieben Jahren machen mit.

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Der russische Kriegs-Herr Wladimir Putin (73) will, dass Schüler im Unterricht lernen, Drohnen zu bedienen.

Foto: AP

Studenten bauen, was später im Krieg fliegt

Parallel dazu werden junge Menschen direkt in die Produktion von Kampfdrohnen eingebunden. In Tatarstan, in der Sonderwirtschaftszone Alabuga (östlich von Moskau), werden Shahed-Drohnen („Geran-2“) montiert. Laut öffentlich zugänglichen Quellen helfen dort Studenten technischer Hochschulen beim Zusammenbau und der Programmierung – teilweise erst 16 oder 17 Jahre alt. Die Ukraine hat diese schon mit Drohnen angegriffen. Ein klares Zeichen dafür, dass sie Teil von Russlands militärischer Infrastruktur sind.

Drohnen bauen für Studienerlaubnis

Auch an Universitäten greift das System. Bekannt ist der Fall der Nationalen Forschungsuniversität „Hochschule für Wirtschaft“ (HSE). Studenten, denen der Verweis drohte, wurden vor eine drastische Wahl gestellt: Rauswurf – oder ein Jahr Dienst in Drohnen-Einheiten der russischen Streitkräfte. Danach dürfen sie weiter studieren. Bestätigt sind diese Berichte bislang nur für die HSE. Unabhängige Quellen gehen jedoch davon aus, dass ähnliche Praktiken auch an anderen russischen Universitäten existieren.

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