Mindestens 9 Tote: Amokläuferin richtet Blutbad an Schule an |News

Tumbler Ridge (Kanada) – [–>Ein schreckliches Verbrechen erschüttert die 2400-Einwohner-Gemeinde Tumbler Ridge im Nordosten von British Columbia (Kanada). An der örtlichen Highschool fielen am Dienstag Schüsse. Die Polizei stufte die Lage zunächst als „aktive Schießerei“ ein. Während der Suche fanden die Beamten mehrere Opfer. Zwei Personen wurden außerdem tot in einem Haus aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen beiden Tatorten gibt. „Eine Person, bei der es sich vermutlich um den Schützen handelt, wurde ebenfalls tot aufgefunden, offenbar mit einer selbst zugefügten Verletzung“, erklärte ein Polizeisprecher der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) in einer Stellungnahme. Nach bisherigen Stand der Ermittlungen ist eine Frau die Täterin.

Mindestens 10 Tote: Schüsse an Schule in Kanada

Quelle: Reuters

„Sechs weitere Personen, die Verdächtige nicht mitgerechnet, wurden tot in der Schule aufgefunden. Zwei Opfer wurden mit schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Ein drittes Opfer starb während des Transports ins Krankenhaus.“

Ansage der Polizei: „Bleiben Sie in Ihren Häusern!“

Die schreckliche Tat ereignete sich gegen 13.20 Uhr Ortszeit. Plötzlich brach in der „Tumbler Ridge Secondary School“ in Kanada Panik aus. Am Nachmittag wurde der Polizei zufolge eine Warnmeldung über eine aktive Schützin ausgegeben.

Die mutmaßliche Täterin habe sich allem ‌Anschein nach das Leben genommen, erklärte die Polizei. Nähere Angaben zur Täterin machte die Polizei zunächst nicht. Es soll sich um eine Frau mit „braunem Haar und Kleid“, handeln. Laut Informationen des Lokalmediums „Juno News“, soll die Schützin eine Transperson gewesen sein. Dass eine Frau solch eine Tat begeht, ist ungewöhnlich. Vergleichbare Taten wurden in Nordamerika bislang fast immer von Männern verübt.

RCMP-Superintendent Ken Floyd teilte mit, dass die Ermittler die Schützin identifiziert hätten, ihren Namen jedoch nicht bekannt geben würden, und dass das Motiv der Verdächtigen weiterhin unklar sei. „Wir sind nicht in der Lage zu verstehen, warum oder was zu dieser Tragödie geführt haben könnte“, so Floyd. Er fügte hinzu, dass die Polizei noch untersucht, in welcher Verbindung die Opfer zur Schützin stehen.

Schulen komplett abgeriegelt

Der Schulbezirk reagierte zunächst mit einem sogenannten „Lockdown“: Sowohl die betroffene Highschool als auch die benachbarte Grundschule wurden komplett verriegelt. Niemand kommt rein, niemand kommt raus. Vor den Gebäuden spielen sich dramatische Szenen ab. Während schwer bewaffnete Spezialeinheiten aus der gesamten Region in den Ort rasen, bangen Angehörige um ihre Lieben.

Der Tatort in dem Wohngebäude steht ersten Ermittlungen zufolge im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Schule. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Die Lage war unübersichtlich, sodass sich die Zahlen zu den Opfern immer wieder änderten. Mal ist von zehn, mal von neun Toten die Rede. Die Polizei sagte, sie wolle keine weiteren Informationen veröffentlichen, da dies die Sicherheit der laufenden Operation gefährden könnte.

Latest Update