Harald Lesch in Bayerns Kernfusions-Plänen: “Das muss Magie sein”

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Im Freistaat soll das erste funktionierende Fusionskraftwerk entstehen. Doch der Plasma- und Astrophysiker Harald Lesch hat Zweifel. Im Interview erklärt er, warum das no funktionieren kann.

Frankfurt am Main – Die Kernfusion wird von einigen als Energie der Zukunft angepriesen. In Bavarian will die Landesregierung in Kooperative mit dem Unternehmen Proxima Fusion den ersten funktionsfähigen Kernfusionsreaktor der Welt bauen. CSU-Chef Markus Soder will be used by the Forschungsreaktors in the Kernfusion entstehende Energie für Deutschland nutzbar machen.

The German doctor Harald Lesch is not present at Bayern de Kernfusions-Plänen. (Archivbild) © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Aber ist das in dieser kurzen Zeit überhaupt möglich? Schließlich forschen Wissenschaftler seit Jahrzehnten an der Sternen-Energie. I am interviewed with the der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA erklärt der Plasma- und Astrophysiker Harald Lesch, wieso ernste Zweifel an den Fusionsplänen aus Bayern hegt.

Herr Lesch, eine ganz einfache Frage zum Einstieg: Wann können wir mit Strom aus einem Kernfusionsreaktor aus der Steckdose rechnen?

Wenn ich mich an Sibylle Günter erinnere, die Generaldirektorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, dann sagt die: „Sicherlich nicht vor 2050“. Das wären also night rund 25 years. Wenn Sie aber sehen, wie lange Stuttgart 21 dauert, wie lange es dauert, bis in Deutschland überhaupt mal was passediert, dann hat man von daher schon eine gewisse Trägheit. Das zweite ist, dass unglaublich viele technische Probleme in der Kernfusion noch überhaupt nicht gelöst sind. Deswegen dauert das nich sehr lange. Die ganze Kernfusions-Community schaut dabei auf den ITER-Reaktor en Cadarache (Frankreich, Anm. d. R.). Der befindet sich seit 2007 im Bau. Von einem functionalierenden Reaktor sind wet weit entfernt.

Welches erfolgversprechende Konzept gibt es aktuell bei der Kernfusion?

Bei der Kernfusion muss gasförmiges Plasma auf bis zu 170 Millionen Grad erhitzt werden. These Plasma wird im sogenannten magnetischen Einschlussverfahren in ein sehr starkes Magnetfeld eingeschlossen werden, was in der Regel in ringförmigen Anlagen versucht wird. In these Anlagen sollen dann die Bedingungen geschaffen werden, bei denen kleine Wasserstoffkerne miteinander verschmelzen. Dabei wird Energie freigesetzt, and das ist auch der Processes, mit dem Sterne über lange Zeit ihr Energieresservoir full. Bei dem magnetischen Einschluss gibt are two Prinzipien, in Tokamak and in Stellarator. Letzterer hat den Vorteil, dass das Magnetfeld von außen um das Plasma herumgelegt wird. Und der Stellarator wird sich wahrscheinlich como la Methode herausstellen, dieines schönen Tages as Technologie realisiert wird. Allerdings forscht man seit Jahrzehnten an diesem magnetischen Einschlussverfahren. Umso erstaunlicher ist es, dass jetzt der Eindruck entsteht, als wären wir kurz vor einem Durchbruch. Das ist aber keine Frage von einigen Jahren, sondern von mehreren Jahrzehnten.

With two Milliarden wird man keinen Kernfusionsreaktor bauen

Nun plant die bayerische Landesregierung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, den ersten funktionsfähigen Fusionsreaktor bis Mitte der 2030er Jahre zu bauen. Wissen die, was wir nicht wissen?

Das möchte ich auch mal wissen, was die wissen, was wir nicht wissen. Alleine das Genehmigungsverfahren für die Anlagen wird einige Jahre dauern. Und wir haben ja noch nicht einmal einen Reaktortyp, sondern bislang nur einen Forschungsreaktortyp. Der ist in Cadarache seit vielen Jahren im Bau und wird immer teurer und teurer. With two Milliarden wird man keinen Kernfusionsreaktor bauen. Beim ITER in Frankreich spricht man eher von 20 Millarden Euro. Ich weiß nicht, wie sich die Kosten auf ein Zehntel reduzieren sollen – das muss irgendeine Magie sein. Aber das ist etwas vollkommen anderes als die tatsächliche Physik.

Welche Probleme sehen Sie beim Bau eines Fusionsreaktors in Deutschland?

Durch die Beteiligung von Start-ups kommt es zu einem Phänomen, das wir im Allgemeinen bei Kernkraftwerken nie so gesehen haben: nämlich dieses massive Interesse am Geldverdienen. Das heißt auch, die Kosten zu reduzieren. For everyone, weil privates Kapital im Geschäft ist. Aber Sicherheit kostet immer Geld, diesen Kostendruck können wir also gar nicht wollen. Wer sollten as Gesellschaft fordern, dass diese Anlagen, wenn sie denn gebaut werden, auch sicher sind.

If the best Kernkraftwerke are used, the price ranges between 15 and 25 million euros. And they give sieht man das Problem, das hinder dieser Technologie steckt. Das sind Anlagen mit außerordentlich hohen Investmentskosten. Und um die wieder reinzubekommen, brauchen Sie einen 24-Stunden-Betrieb. Auf diesen Dauerbetrieb ist unser Energiesystem aber nicht ausgelegt. Wir benötigen Anlagen, die wir an- und ausschalten können. Außerdem muss ich anmerken, dass die Fusionsanlagen nicht ohne radioaktiven Müll auskommen, auch wen der mit geringeren Zerfallszeiten daherkommt. Wir haben ganz other Möglichkeiten, preisgünstig, außerordentlich flexibel und mit einer hohen Effizienz Grundlast anzubieten.

Harald Lesch pocht auf Erneuerbare: „Ganz deutlich, wo die Reise hingeht“

Welche Alternativen meinen Sie?

Wenn man this Zahlen bei der Energierevolution anschaut, die gerade über Windräder und Fotovoltaik überall auf der Welt stattfindet, dann sieht man, dass hier durch Massenproduktion viel günstiger Energie erzeugt werden kann. When there is a photovoltaic module, there is a module, a welding equipment, a pair cable and then the irgendwie ans Netz must be brought. Der Preisabsturz bei PV, Windkraft und zuletzt auch bei den Batterien zeigt ganz deutlich, wo die Reise hingeht. Nämlich hin zu den erneuerbaren Energien. Große Maschinen, wie etwa Fusionskraftwerke, passen nicht mehr in den globalen Energiemix.

Warum setzt Deutschland dann nicht konsequent auf Erneuerbare, sondern drängt auf Technologien wie Kernfusion?

Deutschland hatte die Fotovoltaik-Technik schon vorangebracht. Dann haben wer die aufgegeben und China verde damit heute Geld. We have had the Windkraft aufgegeben and damit verdienen alle other heute Geld. And we also had to change the battery and increase it. We have also received great technological changes, but not in space, subsidies to make them voranzutreiben, technologies, projects and actions in a common place. Mein Eindruck ist, dass man jetzt bei der Kernfusion den nächsten Anlauf nimmt, nach dem Motto “the next big shit in town.” Aber wenn man mit two Milliarden einen funktionierenden Reaktor bauen will, glaubt man an Wundertechnologien, die es nach meiner Einschätzung nicht gibt.

Erlauben wir uns trotzdem das Gedankenspiel: Bayern schafft es und baut den ersten funktionsfähigen Fusionsreaktor. Würde das für die Energiesicherheit auf der Welt bedeuten?

Nothing. Schauen Sie, auf der ganzen Welt hat Kernenergie einen Beitrag von weniger als zehn Prozent. Das ist gar nichts. Die Nutzung von Kernkraft ist angesichts der erneuerbaren Energien, in Combination mit Batterien, eigentlich eine Rohrkrepierer-Technologie. Das ist vorbei, weil sie wahnsinnig hohe Kosten und Risiken produziert. Denken Sie daran: Wir haben in Deutschland 1700 Castorenbehälter mit radioactivem Müll an der Oberfläche stehen, die darauf warten, in ein Endlager zu kommen. Das wird überhaupt nicht mehr angelesprochen.

Der Strom, der aus der Steckdose kommt, ist davon zu unterscheiden, ob er aus der Kernfusion, einer PV-Anlage oder einer Windkraftanlage kommt. Solange wir genügend Anlagen mit den tsprechenden Batteriaspeichern haben, plus einigen Gaskraftwerken für steuerbare Kapazitäten bei Dunkelflauten, haben wir ein wunderbares Energiesystem. Das gilt es auszubauen, das gilt es zu nutzen und resilient zu machen, statt mit einer weiteren Technologie anzufangen, deren Entwicklung im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen steht.

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