An Bord der Air Force One, auf dem Rückflug vom Weltwirtschaftsforum in Davos nach Washington, machte Präsident Donald Trump (79) ernst: Er verklagt die US-Großbank JPMorgan und deren Chef Jamie Dimon (69) auf die astronomische Summe von fünf Milliarden Dollar Schadenersatz! Sein Vorwurf: politisch motivierte Kontoschließungen, sogenanntes „Debanking“. JPMorgan sei dazu nicht befugt gewesen, sagte Trump an Bord der Air Force One.
In der beim Gericht im Bundesstaat Florida eingereichten Klage beschuldigt Trump das größte Geldhaus der USA, Konten von ihm und seinen Hotelbetrieben geschlossen zu haben. Ziel sei es gewesen, einer politischen Agenda zu folgen. Nach Darstellung des Präsidenten traf es nicht nur ihn persönlich, sondern auch seine Unternehmen. Der Schritt habe ihn gezwungen, neue Bankverbindungen zu suchen – mit erheblichen Folgen für seinen Ruf.
Abflug mit Paukenschlag: Während die Air Force One in Davos Richtung Washington abhebt, reicht Trump die Klage gegen die Wall Street ein
Vorwurf gegen Dimon: „Schwarze Liste“
Besonders schwer wiegt Trumps Vorwurf gegen JPMorgan-Vorstandschef Jaamie Dimon. Der Manager soll eine „Schwarze Liste“ erstellt haben, um andere Banken vor Geschäften mit der Trump-Organisation und der Familie des Präsidenten zu warnen. Donald Trump argumentiert, die Bank habe dabei sogar gegen ihre eigenen Richtlinien verstoßen, um auf einer „politischen Welle“ mitzuschwimmen.
JPMorgan weist Klage zurück
Vorwürfe, die sich die US-Bank nicht gefallen lässt. JPMorgan reagierte umgehend. Man bedauere die Klage des Präsidenten und halte sie für unbegründet, teilte die Bank mit. Die Kontoschließungen erfolgten nicht aus politischen oder religiösen Gründen. Stattdessen, so das Institut, basierten solche Entscheidungen auf rechtlichen Risiken oder regulatorischen Vorgaben. Die Vorwürfe Trumps weist JPMorgan zurück.
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Eskalation zwischen Weißem Haus und Wall Street
Der Rechtsstreit markiert eine weitere Eskalation im Verhältnis zwischen dem Weißen Haus und der Wall Street. Trump hatte zuletzt auch andere Institute wie die Bank of America öffentlich kritisiert.
Zudem forderte der Präsident eine gesetzliche Deckelung der Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent. Jamie Dimon reagierte darauf bereits am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Eine solche Zinsobergrenze würde den Kreditzugang für viele Verbraucher einschränken und einem „wirtschaftlichen Desaster“ gleichkommen, warnte er.