News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Der Konflikt im Nahen Osten könnte zu Waffenengpässen für die Ukraine führen und die Friedensverhandlungen behindern.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine-Krieg sorgen”,”position”:”1″,”storyElementPosition”:”8″,”storyElementCount”:”68″}}”>Iran-Konflikt könnte Patriot-Mangel im Ukraine-Krieg sorgen – Auch Golfstaaten und USA nutzen Patriot-System
- Ukrainische Kriegsgefangene im Krieg „vorsätzlich und brutal“ hingerichtet”,”position”:”2″,”storyElementPosition”:”8″,”storyElementCount”:”68″}}”>Ukrainische Kriegsgefangene im Krieg „vorsätzlich und brutal“ hingerichtet – Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte sagt vor dem UN-Menschenrechtsrat aus
- Kreml: Es mangelt an „Klarheit“ bei Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs”,”position”:”3″,”storyElementPosition”:”8″,”storyElementCount”:”68″}}”>Kreml: Es mangelt an „Klarheit“ bei Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs – Nach Iran-Angriff ist die Lage in Abu Dhabi unsicher
- Ukraine-Krieg Milliarden Euro vom IWF”,”position”:”4″,”storyElementPosition”:”8″,”storyElementCount”:”68″}}”>Ukraine bekommt im Ukraine-Krieg Milliarden Euro vom IWF – Unterdessen blockiert Orban das 90-Milliarden-Darlehen der EU
- Anti-Drohnen-System”,”position”:”5″,”storyElementPosition”:”8″,”storyElementCount”:”68″}}”>Putin-Gefolgschaft schwärmt von neuem Anti-Drohnen-System – „Es funktioniert ganz einfach“
Kiew – Update, 20:47 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, gesprochen. Auf X verurteilte Selenskyj die Angriffe des Iran auf die Region. „Das iranische Regime versucht, die gesamte Region in einen Krieg zu ziehen, und zerstört Menschenleben“, schrieb er. Selenskyj und Al Thani hätten vereinbart, dass ihre Teams in Kontakt bleiben, um zu erörtern, wie wir gemeinsam einen besseren Schutz für die Menschen gewährleisten können.
Zuvor hatte Selenskyj den Golfstaaten militärische Hilfe gegen die iranischen Shahed-Drohnen angeboten – im Gegenzug sollten sie sich bei Wladimir Putin für einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg einsetzen. Außerdem schlug er vor, ukrainische Abfangdrohnen gegen die Patriot-Raketen der USA und der Golfstaaten zu tauschen. Die Ukraine hat im Krieg viel Erfahrung bei der Abwehr von Shahed-Drohnen gesammelt, da auch Russland diese einsetzt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Iran-Konflikt könnte Patriot-Mangel im Ukraine-Krieg sorgen
Update, 19:53 Uhr: Die Ereignisse rund um den Iran könnten negative Folgen für die ukrainische Luftabwehr im Ukraine-Krieg haben. Der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, Andrius Kubilius, will sich bei europäischen Herstellern persönlich für schnelle Waffenlieferungen einsetzen. Kubilius sagte im Interview mit der ukrainischen Ausgabe von Radio Liberty, dass durch die Situation in der Golfregion weltweite Versorgungsschwierigkeiten drohten.
Raketen für Luftabwehrsysteme würden derzeit „sehr aktiv“ von den Streitkräften der Vereinigten Staaten, Israels und arabischer Länder genutzt. Dabei geht es laut dem Kommissar vor allem um das Patriot-Luftabwehrsystem. Der amerikanische Hersteller produziere jährlich etwa 700 Einheiten, die Stückzahl sei begrenzt. In Europa gäbe es keine Hersteller für Patriot-Raketen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor im Interview mit Corriere della Sera ähnliche Sorgen über den Waffennachschub geäußert.
Ukrainisches Militär trifft im Ukraine-Krieg russische Luftabwehrsysteme
Update, 18:57 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg russische Luftabwehr- und Luftangriffssysteme getroffen. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine am Dienstag auf Facebook berichtete, hätten die Luftangriffe eine Radarstation in der Region Luhansk sowie eine Luftzielerfassungsradarstation und ein Radar auf der Krim getroffen.
Außerdem sollen eine Reparatureinheit sowie Drohnen-Kontrollpunkte in der Region Donezk beschädigt worden sein. Der Generalstab lobte die Angriffe als „systematische Zerstörung“ der „Fähigkeit des Feindes, den Luftraum zu kontrollieren, Drohnen zu koordinieren und seine Truppen zu decken“.
Ukrainische Kriegsgefangene im Krieg „vorsätzlich und brutal“ hingerichtet
Update, 17:52 Uhr: Russland hat im Ukraine-Krieg bis Ende 2025 mindestens 337 ukrainische Kriegsgefangene „vorsätzlich und brutal“ hingerichtet, erklärte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats am Dienstag (3. März). Russland habe „Folter zur Staatspolitik gemacht“ und setze sie als Waffe ein.
Laut UN-Daten seien 95 % der ukrainischen Kriegsgefangenen in Gefangenschaft systematisch gefoltert werden. Auf Telegram berichtete sein Team über Lubinets Äußerungen. Lubinet habe die internationale Gemeinschaft aufgefordert, den Druck auf Russland zu erhöhen und dafür zu sorgen die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
Selenskyj ist sich „nicht sicher“ ob er nach dem Ukraine-Krieg zur Präsidentschaftswahl antritt
Update, 16:49 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist sich „überhaupt nicht sicher“, ob er bei möglichen Präsidentschaftswahlen nach dem Krieg in der Ukraine kandidieren werde. Das sagte er in einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera.
Gegenüber der Ukrainska Pravda konkretisierte Selenskyj seine Aussage: „Die eigentliche Frage lautet: Wann können wir Wahlen abhalten? Wenn sie nach dem Krieg stattfinden und nicht während einer vorübergehenden Waffenruhe, bin ich mir nicht sicher, ob ich kandidieren werde – ich werde sehen, was die Ukrainer wollen“
Kreml: Es mangelt an „Klarheit“ bei Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 15.56 Uhr: Die angespannte Lage in der Golfregion nach den Angriffen auf den Iran könnte die Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Kriegs beeinträchtigen. Wie die in Amsterdam ansässige Moskow Times berichtete, erklärte der Kreml am Dienstag (3. März), dass es an „Klarheit” darüber mangele, wann und wo die nächste Runde der trilateralen Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA stattfinden werde. Das Treffen ist laut ukrainischen Quellen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.
„Es ist derzeit aus offensichtlichen Gründen so gut wie unmöglich, über ein mögliches Treffen in Abu Dhabi zu sprechen”, sagte ein Kreml-Sprecher. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einem Interview mit Corriere della Sera am Dienstag, dass er trotz der Angriffe Israels und der USA auf den Iran mit einer weiteren Runde von Friedensverhandlungen im Laufe dieser Woche rechne. „Ich glaube, dass es wie geplant am 5. oder 6. März stattfinden kann.“
EU-Staaten skeptisch über schnellen EU-Beitritt der Ukraine im Krieg
Update, 14:50 Uhr: Einige EU-Staaten, darunter Deutschland, sind wohl skeptisch gegenüber einem schnellen EU-Beitritt der Ukraine im Ukraine-Krieg. Das berichtete Reuters unter Berufung auf acht EU-Diplomaten und Beamte, die teilweise anonym bleiben. Die EU-Staaten hätten die Sorge, dass bei einem schnellen Beitritt der Ukraine die strengen Maßstäbe für die Mitgliedschaft nicht beachtet werden könnten. Im Nachhinein seien diese dann schwer durchzusetzen.
Zu den Voraussetzungen für eine EU-Mitgliedschaft gehören unter anderem Rechtsstaatsreformen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj strebt den Beitritt zur EU im Jahr 2027 an. Wie Reuters berichtete, sehen die Diplomaten in der EU diesen Plan als unrealistisch an.
Ukraine bekommt im Ukraine-Krieg Milliarden Euro vom IWF
Update, 13:59 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat die Ukraine ein Darlehen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,29 Milliarden Euro) vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten. Das gab die Ministerpräsidentin der Ukraine, Julia Svyrydenko, laut Kyiv Independent am Dienstag (3. März) bekannt. Der IWF verleiht das Geld im Rahmen eines neuen vierjährigen Kreditabkommens.
Unterdessen wartet die Ukraine weiter auf das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der Europäischen Union. Eigentlich sollte der Kredit am 24. Februar endgültig genehmigt werden, doch Ungarn verweigerte seine Zustimmung. Ungarns Premier Viktor Orbán wirft der Ukraine vor, die Reparatur der Druschba-Pipeline zu blockieren. Die Ukraine dementiert das und verweist auf die anhaltenden russischen Angriffe.
Ukraines Verbündeter im Ukraine-Krieg, Polen, will die USA nicht im Iran unterstützen
Update, 12:50 Uhr: Warschau ist einer der wichtigsten Verbündeten Kiews im Ukraine-Krieg. Das EU- und NATO-Land Polen sieht sich auch selbst von Russland bedroht und rüstet derzeit massiv auf. Eine militärische Unterstützung der USA im Iran-Krieg hat die Regierung jetzt vorerst ausgeschlossen.
Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärte bei einem Washington-Besuch, es habe „keine solche Bitte, keinen entsprechenden Antrag“ gegeben und Polen nehme „an dieser Operation nicht teil“. Bei gestiegenen Öl- und Gaspreisen könnte Russland profitieren, so Kosiniak-Kamysz laut der Nachrichtenagentur PAP.
Putin-Gefolgschaft schwärmt von neuem Anti-Drohnen-System
Update, 11:46 Uhr: Russische Truppen haben in der Region Brjansk einen Großangriff von mehr als 50 ukrainischen Lyuty-Kampfdrohnen mit einem neuen russischen Abfangsystem namens „Yolka“ abgewehrt. Das meldet aktuell die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Das tragbare Abfangsystem zerstörte laut Entwicklerangaben in zweistündigen Gefechten die Drohnen mithilfe kinetischer Energie.
„Das Yolka funktioniert ganz einfach: Ich habe die Bedienung in zehn Minuten gelernt“, zitierte Tass einen beteiligten Soldaten. „Es ist mir eine Ehre, unseren Staat, unser Vaterland, zu verteidigen“, fügte er laut dem Bericht an. Das von Moskauer Ingenieuren entwickelte System komme ohne Sprengstoff aus und könne daher sicher zum Schutz bewohnter Gebiete eingesetzt werden.
Selenskyj sorgt sich um Waffennachschub im Ukraine-Krieg: „Könnte schwierig werden“
Update, 10:58 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet einen Kampf um westliche Waffensysteme. Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran erwartet er Verzögerungen bei Raketenlieferungen an die Ukraine. „Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen“, sagte Selenskyj der italienischen Zeitung Corriere della Sera.
Der Staatschef verwies auf ähnliche Probleme im Juni 2025, als sich Waffenlieferungen wegen der damaligen Iran-Angriffe verzögerten. Grundsätzlich unterstützt Selenskyj das Vorgehen gegen Teheran, da der Iran Russland mit Drohnen und Raketen beliefere.
Aktuelle Bilanz der Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert 2,5-mal mehr Soldaten als Kiew
Update, 10:22 Uhr: Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) veranschaulicht in einer aktuellen Analyse das immense Ausmaß des Abnutzungskrieges in der Ukraine. Das CSIS prognostiziert, dass die kombinierten Verluste beider Seiten (Gefallene und Verwundete) bis zum Ende des Frühjahrs 2026 die Marke von 2.000.000 Soldaten erreichen oder überschreiten werden.
- Russland: Mehr als 1,2 Millionen Gesamtverluste (in der Analyse „Casualties“). Davon werden nur etwa 275.000 bis 325.000 als Gefallene („Fatalities“) eingestuft.
- Ukraine: Etwa 500.000 bis 600.000 Gesamtverluste. Die Zahl der Gefallenen wird auf 100.000 bis 140.000 geschätzt.
Die Analyse stützt sich auf Daten, die seit Beginn der Gefechte 2022 bis Dezember 2025 erhoben wurden. Davon ausgehend sieht das CSIS in Bezug auf die Verluste an der Front weiterhin ein Verhältnis von etwa 2,5:1 bis 2:1 zu Ungunsten Russlands.
Trump: US-Bestände von Hochleistungswaffen wegen Ukraine-Krieg aktuell zufriedenstellen
Update, 3. März, 9:49 Uhr: Seitenhieb gegen Wolodymyr Selenskyj: US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die Waffenbestände seines Landes geäußert. In Bezug auf den Bestand von Hochleistungswaffen seien die USA „noch nicht da, wo wir sein wollen“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Seinem Vorgänger Joe Biden warf er vor, einen Großteil der Waffen höchster Klasse an die Ukraine mit Regierungschef Selenskyj abgegeben zu haben.
Selenskyj schlägt Golfstaaten wegen Iran-Angriffen Deal vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Staaten des Nahen Ostens militärische Hilfe gegen iranische Drohnen angeboten. Im Gegenzug sollen deren Regierungen Kremlchef Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg bewegen.
„Ich schlage Folgendes vor: Die Staats- und Regierungschefs des Nahen Ostens unterhalten ausgezeichnete Beziehungen zu den Russen. Sie könnten die Russen bitten, einen einmonatigen Waffenstillstand zu erklären“, sagte Selenskyj in einem Telefonat mit Bloomberg News.
Sobald ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg erklärt werde, „werden wir unsere besten Drohnenabwehr-Operatoren in die Länder des Nahen Ostens entsenden“, so Selenskyj laut dem Bericht. Die Ukraine habe einzigartige Erfahrungen beim Abfangen von Drohnen aus dem Iran gesammelt. Die Dauer der Waffenruhe – ob zwei Monate oder zwei Wochen – würde es der Ukraine ermöglichen, beim „Schutz der Zivilbevölkerung“ zu helfen.
Selenskyj hat außerdem die Stoßkraft einer erwarteten russischen Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg in Zweifel gezogen. Nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus, sagte Selenskyj der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge. „Ihre Karten stimmen nicht mit der Realität überein – wo sich unsere Streitkräfte befinden und wo ihre Streitkräfte“, so Selenskyj. „Sie können den März-Angriff nicht so beginnen, wie sie es wollten.“
Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj meldete sogar Geländegewinne: Im Februar habe die ukrainische Armee mehr Territorium zurückerobert, als sie aufgegeben habe.
Starlink-Ausfall lähmt russische Truppen in der Ukraine
Berichten zufolge profitierten die Ukrainer dabei von massiven Ausfällen der Starlink-Terminals auf russischer Seite, wie Reuters berichtet. Der Gründer der Satellitenfirma SpaceX, Elon Musk, hatte den Zugang für russische Truppen Ende Januar auf Bitten der Regierung in Kiew blockiert, was die Kommunikation und Lagebeurteilung der Angreifer erheblich beeinträchtigte.
Im Gegensatz dazu errechnete der ukrainische Militärblog DeepState immer noch einen Verlust von 126 Quadratkilometern. Es sei aber nur halb so viel wie im Januar und der niedrigste Verlust seit Juli 2024. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)